Stemmer Imaging / Specim Partnerschaft für hyperspektrale Bildverarbeitung

Besonders kompakt ist die bei Stemmer Imaging erhältliche Hyperspektralkamera »Specim FX10« von Specim.
Besonders kompakt ist die bei Stemmer Imaging erhältliche Hyperspektralkamera »Specim FX10« von Specim.

Die Hyperspektralkameras der FX-Serie des finnischen Kameraherstellers Specim, darunter auch das neue, kompakte Modell »Specim FX10«, sind ab sofort über alle europäischen Niederlassungen des Bildverarbeitungstechnik-Lieferanten Stemmer Imaging erhältlich.

Ab sofort vertreibt Stemmer Imaging die FX-Geräte von Specim in allen europäischen Ländern, die das in Puchheim bei München ansässige Unternehmen beliefert. Das aus Sicht von Stemmer Imaging wichtigste Produkt ist die neu vorgestellte, kompakte Hyperspektralkamera »Specim FX10«. Sie ist für den Wellenlängenbereich von 400 bis 1000 nm entwickelt. Mittels eines patentierten Verfahrens ließ sich ein für die hyperspektrale Bildverarbeitung erforderlicher Spektrograph direkt in das Kameragehäuse integrieren. Dennoch ist die »Specim FX10« sehr kompakt gebaut – sie ist nur 150 x 85 x 71 mm groß.

Anwender der »Specim FX10« können aus 220 Wellenlängen diejenigen auswählen und auswerten, die sich wegen der Materialeigenschaften des Prüfobjekts für ihre Applikation am besten eignen. Die Anzahl der ausgewählten Wellenlängen hat dabei direkten Einfluss auf die Geschwindigkeit des Systems: Je weniger Wellenlängen für die Überprüfung ausgewählt werden, desto schneller erfolgt die Auswertung. Nutzt der Anwender alle 220 Wellenlängen, so liegt die maximale Aufnahmegeschwindigkeit der »Specim FX10« bei 330 Bildern pro Sekunde. Ist nur die Aufnahme von 20 Wellenlängen erforderlich, sind 2830 Bilder pro Sekunde möglich, und bei Auswahl von fünf Wellenlängen in drei verschiedenen Bereichen lassen sich 6510 Bilder pro Sekunde erstellen. Als Schnittstelle für den Transport der Bilddaten dient derzeit CameraLink; ab Ende 2016 sollen auch Versionen mit GigE-Anschluss verfügbar sein.

Weitere Besonderheiten der »Specim FX10« sind eine eigens angepasste C-Mount-Optik und ein Signal-Rausch-Abstand von 600:1. Die Kalibrierung beim Hersteller sorgt selbst dann für identische Ergebnisse, wenn ein Kameramodul wegen Ausfall oder Wartung in der Anlage ausgetauscht werden muss. Bei Stemmer Imaging können Anwender die »Specim FX10« inklusive Bilderfassungs-Software und SDK sowie geeignete Bilderfassungskarten und Kabel aus einer Hand beziehen, was den Einstieg in die Hyperspektral-Bildverarbeitung vereinfacht.

Hyperspektrale Bildverarbeitungssysteme analysieren die molekularen Eigenschaften der Prüfobjekte und erstellen einen »chemischen Fingerabdruck« der Materialien. Durch die Auswertung von über 100 Wellenlängen erschließen sie laut Stemmer Imaging Anwendungsgebiete, die mit herkömmlichen Systemen nicht lösbar sind. Einsatzbeispiele für die Technologie sind die Klassifizierung von Kunststoffen beim Recycling, Anwendungen in der Lebensmittelbranche sowie die Identifikation von Stoffen aller Art, die im Realbild kaum Unterschiede zeigen, unter anderem im Bergbau, in der Pharmaindustrie oder in der Medizin.