OPC UA Safety technisch komplett OPC-UA-Kommunikation wird »safe«

Die technischen Arbeiten an OPC UA Safety sind abgeschlossen, einer gemeinschaftlichen Entwicklung von OPC Foundation und PI.
Die technischen Arbeiten an OPC UA Safety sind abgeschlossen, einer gemeinschaftlichen Entwicklung von OPC Foundation und PI.

Die Nutzerorganisationen Profibus & Profinet International (PI) und OPC Foundation haben gemeinsam einen Standard für die fehlersichere Datenkommunikation per OPC UA entwickelt: OPC UA Safety. Die technischen Arbeiten an OPC UA Safety V1.0 wurden vor kurzem abgeschlossen.

Die Core Specification »OPC Unified Architecture Part 15: OPC UA Safety« wird somit Teil der OPC UA Specification. Sie gilt zunächst für OPC UA Client/Server; OPC UA Pub/Sub soll folgen.

Als offener Standard für die M2M-Kommunikation ermöglicht OPC UA eine herstellerübergreifende Vernetzung zwischen den Maschinen sowie zwischen Maschinen und der Cloud - unabhängig von den verwendeten Bussystemen innerhalb der Maschine. Allerdings bot OPC UA bisher anders als Feldbusse und Industrial-Ethernet-Systeme keine Möglichkeit, fehlersichere Daten zu übertragen. Diese Lücke hat PI nun gemeinsam mit der OPC Foundation geschlossen und die technischen Arbeiten zu OPC UA Safety vollendet.

Auch die nächsten Schritte sind bereits geplant. Erstens wird die Entwicklung einer Test-Spezifikation und eines Softwaretools für den automatischen Test gestartet. Hierzu gehört auch die Etablierung eines Zertifizierungs- und Abnahmeverfahrens analog zu Profisafe. Dies ist die Voraussetzung für eine einfache und schnelle Sicherheitszertifizierung von Produkten, die OPC UA Safety implementieren. Zweitens werden Fallbeispiele erstellt, um die neuartigen Features von OPC UA Safety zu demonstrieren. Zu ihnen gehört die vereinfachte Verwaltung sicherer Adressen für Serienmaschinen und die Möglichkeit, während der Laufzeit über ein und dieselbe Verbindung mit unterschiedlichen Partnern zu kommunizieren. Drittens wird ein OPC-UA-Mapper für Pub/Sub spezifiziert, um Sicherheitsfunktionen mit hohen Anforderungen an die Reaktionszeit realisieren zu können.