Absolute und inkrementale Drehgeber tun in Windkraftanlagen gleichermaßen ihren Dienst Ohne Drehgeber geht es nicht

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Durch eine Magnetfeld-unempfindliche Sensorik eignen sich Küblers optische Multiturn-Absolutdrehgeber der »Sendix«-Baureihe für die Pitch- und Azimut-Regelung in Windkraftanlagen. Drehgeber in Pitch-Antrieben sind starken magnetischen Feldern ausgesetzt, die von den Magnetbremsen im Motor ausgehen. Magnetfelder können magnetische Sensorik im Drehgeber stören und zur fehlerhaften Messung des Blattwinkels führen. »Wenn die Geber aber eine optische Abtastung im Singleturn- und Multiturn-Bereich bieten, stören die Magnetfelder nicht«, legt Brunner dar. »Aus diesem Grund verfügen die Geräte über optische Sensoren in hochintegrierten ASICs – für die Singleturn- ebenso wie für die Multiturn-Abtastung –, so dass sie immun gegen Störungen durch Magnetfelder sind.«

Die »Sendix-5863«-Drehgeber sind mit einer SSI-Schnittstelle ausgestattet. Ihre zusätzliche Inkrementalspur in RS-422- oder Sinus-Cosinus-Ausführung lässt sich direkt als Drehzahl- und Drehrichtungssignal für den Frequenzumrichter verwenden. Sie haben ein echtes optisches Getriebe, so dass sie keine Batterie benötigen, um die Anzahl der Umdrehungen zu speichern.

Für den Fall, dass ein redundantes System nötig ist, sind die »Sendix-5863«-Drehgeber auch mit integriertem Resolver lieferbar. Der Resolver ist galvanisch von der Elektronik des Drehgebers getrennt. Er ist ein robustes Messsystem, dessen Signale direkt vom Frequenzumrichter verarbeitet werden. Der Drehgeber liefert seine Signale an die Pitch-Steuerung und ermöglicht eine feine Justage des Blattverstellwinkels. Weil Resolver und optischer Drehgeber in einem Gehäuse integrier sind, verringert sich die Montagezeit bei der Fertigung des Pitch-Antriebs.

Auch die »Sendix-5863«-Drehgeber bieten das »Safety-Lock«-System. Die Kugellager sind mechanisch geblockt und behalten ihre volle Wellenbelastbarkeit auch bei hohen Temperaturen, bei denen geklebte Kugellager ihre Festigkeit verlieren können. Verfügbar sind die Drehgeber zudem mit Seewasser-resistenter Beschichtung. Sie entsprechen der Schutzklasse IP67, und ihr Arbeitstemperaturbereich erstreckt sich von –40 bis +90 °C, so dass sie sich für Windkraftanlagen eignen – an Land genauso wie im Offshore-Einsatz.