Vision & Control Objektive mit beidseitiger Telezentrie

Durch Exaktheit zeichnen sich die Objektive der Serien »vicotar TOB11« und »vicotar TOB22« von Vision & Control aus.
Durch Exaktheit zeichnen sich die Objektive der Serien »vicotar TOB11« und »vicotar TOB22« von Vision & Control aus.

Für präzise optische Mess- und Prüfaufgaben hat Vision & Control die telezentrischen Objektive der Serien »vicotar TOB11« und »vicotar TOB22« entwickelt. Dank beidseitiger Telezentrie eignen sie sich für den Einsatz mit hochauflösenden Bildsensoren mit Mikrolinsenarrays.

Telezentrische Objektive spielen in der industriellen Bildverarbeitung mittlerweile eine wichtige Rolle. Mit ihrem parallelen Strahlengang bilden sie im Idealfall ohne perspektivische Verzerrung ab, was beispielsweise die Inspektion besonders langer Objekte oder tiefer Bohrungen ermöglicht. Weil sich die Größe der abgebildeten Körper innerhalb des Schärfentiefebereichs nicht ändert, sind mit solchen Objektiven präzise und vor allem reproduzierbare Reihenmessungen von Größe, Lage oder Position der Prüflinge möglich - auch wenn die zu untersuchenden Objekte sich nicht immer exakt an derselben Stelle befinden.

Aber nicht nur messtechnische Verfahren profitieren von den Eigenschaften telezentrischer Objektive. Bei der Anwesenheits- und Vollständigkeits- sowie Qualitätskontrolle ergeben sich durch die Unabhängigkeit von der Perspektive neue Möglichkeiten. Weil keine Details verdeckt werden, lassen sich so beispielsweise auch geometrisch schwierig geformte Prüfobjekte (Kugeln, Dellen, unregelmäßige Kanten, tiefe Bohrungen) untersuchen, ebenso Objekte mit optisch kritischen Oberflächen aus Glas oder Kunststoff.

Für die automatische Bildverarbeitung hat Vision & Control eine neue Generation robuster und kompakter telezentrischer Objektive entwickelt. Der Strahlengang der Mitglieder der Familien »vicotar TOB11« und »vicotar TOB22« ist sowohl auf der Objekt- als auch auf der Bildseite telezentrisch. Dadurch entsteht praktisch keine Randabschattung (Vignettierung), so dass sich die Objektive mit hochauflösenden Bildsensoren mit Mikrolinsenarrays - bis zu einer Auflösung von 9 Megapixeln (Sensorformat 2/3 Zoll) – einsetzen lassen. Auf der Objektseite ist der Telezentriewinkel kleiner als 0,05°. Weil die Linsen mit einer aufwändigen Breitband-Antireflex-Beschichtung (BBAR) versehen sind, liefern die Objektive nicht nur im sichtbaren (VIS), sondern auch im nahen Infrarotspektrum (bis 860 nm) klare und kontrastreiche Abbildungen. Die Schärfentiefe lässt sich bei beiden Serien mittels einer verstellbaren Blende zwischen F6 und F22 verändern. Der Farbquerfehler liegt mit weniger als 3,5 μm unterhalb der Pixel-Größe des Bildsensors. Für reproduzierbare Prüfungen sind die Blendenzahlen eindeutig gekennzeichnet und arretierbar.

Die Objektive der vicotar-TOB11-Serie bilden im Maßstab 1,0 ab. Sie sind in drei Varianten mit den visuellen Arbeitsabständen (AA) 60 mm, 70 mm und 80 mm verfügbar. Ihre Verzeichnung beträgt je nach Arbeitsabstand unter 0,01 Prozent (AA70) bis kleiner 0,22 Prozent (AA60). Der Abbildungsmaßstab der vicotar-TOB22-Objektive liegt bei 0,5. Sie stehen mit fünf verschiedenen visuellen Arbeitsabständen, von 50 mm bis 120 mm, bereit. Ihre Verzeichnung beträgt kleiner 0,01 Prozent (AA80) bis weniger als 0,57 Prozent (AA120).