Bildverarbeitungs-Software MVTec gibt Release-Datum von »Merlic« bekannt

Die bildzentrierte Benutzeroberfläche von »Merlic« ermöglicht die Erstellung von Machine-Vision-Anwendungen ohne Programmierkenntnisse.
Die bildzentrierte Benutzeroberfläche von »Merlic« ermöglicht die Erstellung von Machine-Vision-Anwendungen ohne Programmierkenntnisse.

MVTec Software hat das Release-Datum für seine neue Bildverarbeitungs-Software »Merlic« festgelegt. »Merlic« ersetzt die abgekündigten »ActivVisionTools«, die noch auf ActiveX beruhen. Auf der Hannover Messe wird eine interaktive Live-Demo von »Merlic« zu sehen sein.

Mit der Software »Merlic«, die ab 1. Juni 2015 erhältlich ist, können laut MVTec Software auch Nutzer ohne fundiertes Wissen schnell industrielle Bildverarbeitungs-Lösungen zusammenstellen, ohne eine einzige Code-Zeile zu schreiben. Ab Juni ist »Merlic« offiziell für China, Deutschland, Frankreich, Japan, Kanada, Österreich, die Schweiz, Taiwan, Thailand und die USA verfügbar. Weitere Länder werden 2016 folgen. Die Software wird in den Sprachen vereinfachtes und traditionelles Chinesisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Japanisch sowie Thai erhältlich sein.

Das Besondere an der Komplettlösung auf PC-Basis ist MVTec zufolge die bildzentrierte Benutzeroberfläche, die den Anwender intuitiv durch die Anwendung führt. Wie bei einem What-you-see-is-what-you-get-Editor (Wysiwyg) können sich Entwickler auf die bildliche Darstellung anstatt auf komplexe Code-Zeilen oder Parameterlisten konzentrieren. Damit richtet sich »Merlic« an Unternehmen, die eine übersichtliche grafische Oberfläche zur Konfiguration ihrer Bildverarbeitungs-Software bevorzugen. Profi-Entwickler können Entwicklungsprozesse beschleunigen und Standard-Projekte mit wenig Aufwand umsetzen.

Dank einer vollen Integration inklusive Digital-I/O und OPC-UA-Standard unterstützt die Software den gesamten Prozess - vom Bildeinzug über die Bildverarbeitung bis hin zur SPS der Maschine. Als Stand-alone-Software ermöglicht »Merlic« damit über die reine Bildverarbeitung hinaus den Zugriff auf alle Elemente der Bildverarbeitungs-Peripherie und eine nahtlose SPS-Anbindung. Der integrierte »Merlic-Designer« bietet eine Vielzahl von Widgets, mit denen sich ein grafisches User-Frontend (GUI) in wenigen Schritten gestalten lässt. Per Drag-and-Drop lassen sich die einzelnen Widgets interaktiv in die Oberfläche ziehen und automatisch mit den Parametern der »Merlic«-Tools verknüpfen. Die korrespondierenden Werte sind dann für die Visualisierung und zur interaktiven Konfiguration von Parametern im Frontend nutzbar.

Darüber hinaus verfügt die Software über ein ausgefeiltes Alignment-Tool: Es optimiert die Ausrichtung des Objekts, damit dieses präzise vermessen werden kann. Anwender müssen lediglich die Idealposition definieren, um das Objekt automatisch exakt auszurichten. Auch das »easyTouch«-Konzept vereinfacht die Erstellung von Bildverarbeitungs-Applikationen: Mit ihm können Benutzer durch einfaches Bewegen des Mauszeigers über ein Bild zu identifizierende Objekte erkennen, markieren und mit einem Mausklick auswählen. Zudem lässt sich »Merlic« passgenau ergänzen: Die integrierte Tool Library enthält eine Vielzahl von Tools für Standardaufgaben, die sich flexibel mit individuellen, benutzerdefinierten Tools erweitern lässt.

Hannover Messe: Halle 17, Stand B15