Nächstes Jahr in Halle 1 Messe Vision bricht Vorjahres-Besucherrekord

Thomas Walter, Messe Stuttgart: »Der Schritt, zur Vision 2011 die 'Medical Discovery Tour’ einzurichten, hat sich als richtig erwiesen.«
Thomas Walter, Messe Stuttgart: »Der Schritt, zur Vision 2011 die 'Medical Discovery Tour’ einzurichten, hat sich als richtig erwiesen.«

Die Bildverarbeitungsmesse Vision hat ihre Bestmarken aus dem Vorjahr nochmals übertroffen: Mehr als 7000 Besucher und insgesamt 351 Aussteller waren präsent nach 6752 Besuchern und 323 Ausstellern anno 2010.

Bemerkenswert ist auch der hohe Internationalisierungsgrad der Vision: Immerhin jeder dritte Besucher kam diesmal aus dem Ausland. Insgesamt reisten Besucher aus 50 Ländern an, wobei vor allem aus Asien ein deutlicher Besucheranstieg zu verzeichnen war. »Der Vision kommt bei der Internationalisierung der Branche eine herausragende Bedeutung zu«, betonte Dr. Olaf Munkelt, Vorstandsvorsitzender der VDMA-Fachabteilung Industrielle Bildverarbeitung.

Noch höher war der Auslandsanteil bei den Ausstellern: Er stieg von 44 Prozent im Vorjahr auf jetzt 46 Prozent. Vertreten waren 161 ausländische Aussteller aus 31 Ländern, davon 36 aus den USA, 14 aus der Schweiz, 13 aus Japan, 12 aus Großbritannien, 9 aus den Niederlanden und 9 aus Kanada.

Wegen ihres kontinuierlichen Wachstums wird die Vision im kommenden Jahr nicht mehr in den Hallen 4 und 6, sondern in Halle 1 (L-Bank-Forum) stattfinden, die deutlich mehr Ausstellungsfläche bietet als die Hallen 4 und 6 zusammen.

Die Besucher kamen in erster Linie aus der Bildverarbeitungsbranche selbst, gefolgt von den Branchen Elektrotechnik/Elektronik, Maschinenbau, Feinmechanik/Optik und Medizintechnik. Weil der Anteil der Besucher aus der Medizintechnik schon im letzten Jahr zugenommen hatte, wurde zur Vision 2011 die »Medical Discovery Tour« eingerichtet, an der sich 43 Aussteller mit speziellen Exponaten zum Thema beteiligten. »Dieser Schritt hat sich als richtig erwiesen, denn der Anteil der Besucher aus der Medizintechnik ist nochmals gestiegen, und zwar von 8 Prozent 2010 auf jetzt 11 Prozent«, erläuterte Thomas Walter, Bereichsleiter Industrie & Technologie der Messe Stuttgart.

Für Aufsehen in Sachen Medizintechnik sorgte der laut dem Austrian Institute of Technology (AIT) kleinste optische 3D-Scanner der Welt. Die, wie es hieß, bis heute präziseste Form der digitalen Zahnvermessung und optischen 3D-Modellierung wird künftig vor allem in der Zahn- und Kieferorthopädie ihren Dienst tun. Waren Zahnabformungen bislang nur mit unangenehmen Kunststoffabdruckmassen möglich, übernimmt diese Aufgabe künftig ein 3D-Scanner und macht die Prozedur für den Patienten deutlich angenehmer. Das in Wien ansässige Institut gewann für die Innovation den »Vision Award 2011«.

Als erfolgreich erwiesen hat sich laut Walter das Konzept der Vision, den Systemintegratoren eine Plattform zu bieten: »Die 'Integration Area’ wuchs von 14 auf 22 Aussteller - eine Entwicklung, die mit der steigenden Nachfrage der Besucher nach der Einbindung von Bildverarbeitungssystemen in Fertigungslösungen korreliert«, führte er aus. »Wir werden diesem Thema auch auf der nächsten Vision Rechnung tragen.«

Die Vision 2012 findet vom 6. bis zum 8. November statt.