Maxon Motor Massiver Aufschwung nach schwierigem Geschäftsjahr

Einen Umsatzrückgang von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr musste die Maxon-Motor-Gruppe im Geschäftsjahr 2009 hinnehmen. In den ersten vier Monaten des Jahres 2010 verzeichnete der Antriebstechnik-Hersteller mit Hauptsitz im schweizerischen Sachseln aber einen Rekordumsatz.

Der Umsatzrückgang anno 2009 fiel geringer aus als ursprünglich befürchtet, was das Unternehmen damit begründet, dass es »breit diversifiziert« sei und »wichtige Projekte sowie neue Kunden gewonnen« habe. Insgesamt betrug der Gruppenumsatz 248 Mio. Schweizer Franken. Der Cashflow von 27,6 Mio. Franken erlaubte es dem Unternehmen nach eigenen Angaben, alle Investitionen aus eigenen Mitteln zu tätigen.

»Wir haben uns im wirtschaftlich heftigen Gegenwind bewusst antizyklisch verhalten und gezielt in die Entwicklung investiert«, erläutert Maxon-Hauptaktionär Karl-Walter Braun. »Dadurch ist es dem Unternehmen gelungen, seine Technologie-Führerschaft weiter auszubauen und neue Anwendungsnischen zu erschließen.«

Braun zufolge entwickelten sich Maxons Absatzmärkte sehr unterschiedlich: Während Märkte wie Nordamerika mit einem hohen Medizintechnikanteil relativ stabil waren, verzeichnete das Unternehmen in Märkten wie Deutschland und Japan mit hohem Anteil an Industrieautomatisierung und -robotik sowie Investitionsgüterindustrie starke Einbußen. Die Medizintechnik macht bei Maxon mittlerweile rund ein Drittel des Umsatzes aus. Großbritannien lieferte dem Unternehmen zufolge dank verschiedener Spezialanwendungen »ein ausgezeichnetes Resultat«. In China, das Japan umsatzmäßig erstmals überflügelte, legte Maxon weiter zu.

Der Aufwärtstrend, der in der zweiten Jahreshälfte 2009 eingesetzt hatte, hat sich 2010 weiter verstärkt. In den ersten vier Monaten des Geschäftsjahres verzeichnete das Unternehmen starke Auftragseingänge und Rekordumsätze. »Weil die Märkte aber nach wie vor volatil sind, ist eine Prognose über den weiteren Geschäftsverlauf äußerst schwierig«, betonte Verwaltungsratspräsident Jürgen Mayer. »Wenn die konjunkturelle Aufhellung anhält, besteht Anlass zu vorsichtigem Optimismus.«

Maxon investiert 8,6 Prozent seines Umsatzes in Forschung und Entwicklung - hier sind über 200 der rund 1700 Mitarbeiter (Vorjahr: 1760) tätig. Das Unternehmen verfügt über Produktionsstandorte in Sachseln, Sexau (Deutschland) und Veszprém (Ungarn).