Neuer »Mechatronic Competence Campus« Lenze investiert 50 Millionen Euro

Bei der Grundsteinlegung für den Mechatronic Competence Campus (v.l.n.r.): der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet, die Bürgermeisterin von Extertal, Monika Rehmert, die Gesellschafterin Babette Herbert mit ihren Enkelkindern, der Gesellschafter und Aufsichtsrat Nikolaus Belling sowie der Vorstandsvorsitzende Christian Wendler.
Bei der Grundsteinlegung für den Mechatronic Competence Campus (v.l.n.r.): der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet, die Bürgermeisterin von Extertal, Monika Rehmert, die Gesellschafterin Babette Herbert mit ihren Enkelkindern, der Gesellschafter und Aufsichtsrat Nikolaus Belling sowie der Vorstandsvorsitzende Christian Wendler.

Der Automatisierungstechnik-Hersteller Lenze investiert rund 50 Millionen Euro in einen »Mechatronic Competence Campus« an seinem Standort im ostwestfälischen Extertal. Am 28. September erfolgte die Grundsteinlegung; Anfang 2020 soll der Campus in Betrieb gehen.

Der neue Entwicklungs- und Fertigungsstandort ist die größte Einzelinvestition in der 70-jährigen Geschichte des Unternehmens. 7500 qm umfasst der Neubau; insgesamt stehen auf dem Campus 30.000 qm für Entwicklung, Fertigung, Service und Lager zur Verfügung. Im Endausbau werden dort rund 800 Mitarbeiter beschäftigt sein, die bislang auf drei getrennte Standorte in Extertal verteilt sind.

Der Campus steht laut Lenze für eine Arbeitswelt, die Abteilungsgrenzen überwindet, und eine schnelle, flexible Produktion, in der Industrie 4.0 nicht Teil eines Showrooms ist, sondern konkreten Einsatz findet. In der Produktion sollen fahrerlose Transportsysteme zum Einsatz kommen. Direkt angeschlossen sein wird ein modernes Hochregallager mit Platz für mehr als 16.000 Paletten und über 15.000 Behälter. Rund 300 Lenze-Antriebe werden in der Logistik verbaut.

Lenze zufolge soll der Make-2-Order-Prozess, bei dem aus vorgefertigten Elementen die kundenspezifischen Fertigprodukte entstehen, im Campus zwischen 50 und 85 Prozent schneller werden – im Extremfall soll die Durchlaufzeit von 32 Tagen auf nur noch fünf sinken, weil unnötige Materialbewegungen und Liegezeiten wegfallen. 300 Palettenkilometer pro Jahr sollen künftig eingespart, 10 Prozent weniger Energie und 48 Prozent weniger Fläche benötigt werden. Vorgesehen ist der Campus auch als Labor, in dem Neues erprobt und verbessert wird: Was sich ab 2020 in Extertal bewährt, soll dann auf die anderen Standorte weltweit übertragen werden.