Energieeffiziente Intralogistik im Fokus Lenze investiert 3 Mio. Euro in Forschungsprojekt

Mittels des Forschungsprojekts IASI will Lenze das Optimierungspotenzial erschließen, das im Warenlager steckt.
Mittels des Forschungsprojekts IASI will Lenze das Optimierungspotenzial erschließen, das im Warenlager steckt.

Der Antriebs- und Automatisierungstechnik-Anbieter Lenze investiert 3 Mio. Euro in das auf drei Jahre angelegte Forschungsprojekt »Intelligente Antriebs- und Steuerungstechnik für energieeffiziente Intralogistik« (IASI). Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Projekt mit zusätzlichen 1,2 Mio. Euro.

Im Rahmen des Spitzenclusters »it’s OWL« kooperiert Lenze mit Unternehmen des Maschinenbaus, Technologielieferanten sowie Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Im Fokus steht der Innovationssprung von der Mechatronik zu Systemen mit inhärenter Teilintelligenz, deren Systemelemente miteinander kooperieren und sich adaptiv an die Umwelt anpassen. Die Clusterpartner zielen dabei auf Effizienz, einfache Handhabbarkeit und Verlässlichkeit ab.

Das Projekt IASI greift viele dieser Aspekte mit einem Schwerpunkt auf Energieeffizienz auf. Zu Beginn des Projekts analysiert Lenze umfassend, was den Energieverbrauch im Warenlager beeinflusst. »Wir untersuchen das gesamte Warenlager auf Potenziale, um mit elektrischen Antrieben, Steuerungen und Bewegungs- bzw. Prozessführungen Energie zu sparen«, erläutert Prof. Dr. Holger Borcherding, fachlicher Leiter des Bereichs Innovation bei Lenze. Ausgangspunkt der Analyse sei die optimale Auslegung von Antrieben. »Aus den Ergebnissen leiten wir die Eigenschaften für neue Komponenten und Systeme, aber auch für Engineering-Werkzeuge ab, die im Projekt entwickelt werden«, führt Borcherding aus. »Unsere Lösungen bewerten wir an den gesamten Lebenszykluskosten.«

In dem Innovationsprojekt arbeitet Lenze mit drei Partnern zusammen: Weidmüller Interface bringt sein Know-how zur Energievernetzung und Planung von Automatisierungsanlagen ein. Die Hochschule Ostwestfalen-Lippe wird bei der Energieeffizienzanalyse von Anlagen und Komponenten unterstützen, neue Technologien zur Bremsenergienutzung entwickeln sowie die Basistechnologie für echtzeitvernetzte, energieeffiziente Umrichter und die Grundlagen für Auslegungs- und Berechnungswerkzeuge liefern. Das Fraunhofer-Anwendungszentrum IOSB-INA wird ein intelligentes Lastmanagement erforschen, das über statistische Auswertungen neue Prozessdaten liefert, um die Bewegungsabläufe im Warenlager adaptiv so zu beeinflussen, dass der Gesamtenergiebedarf sinkt.