Pilz nimmt die Bahntechnik ins Visier Leichtes Plus bei Umsatz und Mitarbeiterzahl

Zufrieden mit der Entwicklung ihres Unternehmens geben sich die geschäftsführenden Gesellschafter Susanne Kunschert und Thomas Pilz.
Zufrieden mit der Entwicklung ihres Unternehmens geben sich die geschäftsführenden Gesellschafter Susanne Kunschert und Thomas Pilz.

Pilz, Anbieter sicherer Automatisierungstechnik, hat seinen Umsatz im Geschäftsjahr 2018 gegenüber dem Vorjahr um 2,1 Prozent auf 345 Mio. Euro gesteigert. Neu im Portfolio ist die laut dem Unternehmen weltweit erste sichere Komplettlösung auf Basis von Radartechnik zur Überwachung von Schutzräumen.

»Die wirtschaftliche Abschwächung und die unsichere Weltwirtschaft waren wesentliche Faktoren dafür, dass wir beim Umsatz 2018 unter Plan geblieben sind«, erläutert Susanne Kunschert, geschäftsführende Gesellschafterin der Pilz GmbH & Co.KG. »Dennoch sind wir insgesamt mit der Entwicklung unseres Unternehmens zufrieden.« Getragen wurde das Wachstum hauptsächlich von den Bereichen Sensorik, Schaltgeräte und Dienstleistungen.

Für 2019 erwartet das Familienunternehmen eine Seitwärtsbewegung des Umsatzes. Ein Ziel für die nahe Zukunft ist die Ausweitung der Branchenkompetenz: »Wir werden die speziellen Bedürfnisse unserer Kunden in den Branchen Automotive, Food & Beverage, Robotik, Werkzeugmaschinen und Bahntechnik weiter ermitteln und bedienen«, führt Susanne Kunschert aus. Um sein Wachstum in diesen Zielbranchen zu unterstützen, baut das Unternehmen weltweit eine Reihe von „Competence Centern“ auf. Dort entwickeln Experten branchenbezogene Lösungspakete, die dann von den jeweiligen Tochtergesellschaften implementiert werden. Wie in den vergangenen Jahren investierte Pilz etwa 20 Prozent seines Umsatzes in Forschung und Entwicklung.

Seit ein paar Monaten hat Pilz erstmals mehr als 2500 Mitarbeiter unter Vertrag: Zum Stichtag 31. Dezember 2018 waren 2515 Mitarbeiter in weltweit 42 Tochtergesellschaften tätig. Dies entspricht einem Plus von 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Am Stammsitz in Ostfildern-Nellingen waren zum Ende des letzten Jahres 1122 Menschen beschäftigt, 55 Mitarbeiter mehr als ein Jahr zuvor.

Etwa 20 Prozent seines Umsatzes erzielt Pilz derzeit mit Kunden im Raum Asien-Pazifik. Die Betreuung der Märkte Südostasiens hat das Unternehmen beispielsweise durch die Gründung eigener Tochtergesellschaften in Thailand und Malaysia gestärkt. Insgesamt stieg der Exportanteil gegenüber 2017 um 1,1 Prozentpunkte auf 73 Prozent.