Konjunkturabkühlung schlägt durch Kuka streicht 350 Vollzeitstellen in Augsburg

Peter Mohnen, bisher Finanzvorstand, löste im Dezember Dr. Till Reuter als Vorstandsvorsitzender von Kuka ab.

Der Roboterhersteller Kuka plant, in diesem Jahr an seinem Stammsitz in Augsburg insgesamt 350 Vollzeitstellen zu streichen.

Der Stellenabbau soll sich vorwiegend auf sogenannte indirekte Bereiche konzentrieren und nach Möglichkeit sozialverträglich erfolgen. Momentan beschäftigt Kuka weltweit gut 14.000 Mitarbeiter, davon in Augsburg rund 4000.

Bis zum Jahr 2021 will Kuka 300 Mio. Euro einsparen. Für das Jahr 2019 hat das Unternehmen bereits einen hohen zweistelligen Millionenbetrag identifiziert, zu dem der erwartete Einspareffekt durch den Stellenabbau zählen dürfte.

Umsatz, Auftragseingang und Gewinn des Kuka-Konzerns waren im Geschäftsjahr 2018 rückläufig. Der Umsatz sank um 6,8 Prozent auf gut 3,2 Mrd. Euro, der Auftragseingang schrumpfte um 8,5 Prozent auf 3,3 Mrd. Euro, und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern betrug 34,3 Mio. Euro nach 102,7 Mio. Euro im Vorjahr. Verantwortlich für den Rückgang von Umsatz und Auftragseingang macht das Unternehmen die spürbare allgemeine Konjunkturabkühlung, die sich auf zwei seiner Fokusmärkte auswirke, nämlich die Automobil- und die Elektronikindustrie. Mit den beiden Branchen erwirtschaftet Kuka mehr als die Hälfte seines Umsatzes. Ein weiterer Grund sei das verlangsamte Wachstum in China, einem von Kukas wichtigsten Absatzmärkten.

Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Kuka einen Umsatz von rund 3,3 Mrd. Euro und eine EBIT-Marge von rund 3,5 Prozent, wobei allerdings die laufenden Aufwendungen für die Reorganisation noch nicht berücksichtigt sind.