Siemens: Krise trifft Automatisierungs-Divisionen am stärksten

Einen Umsatz von 76,7 Mrd. Euro erwirtschaftete der Siemens-Konzern im Geschäftsjahr 2009 (1.10.-30.9.) nach 77,3 Mrd. im Vorjahr. Von den drei Sektoren des Unternehmens - Industry, Energy und Healthcare - verbuchte nur Industry einen Umsatzrückgang.

Der Umsatz des Industry-Sektors sank um 7 Prozent auf 35.043 Mio. Euro, der Auftragseingang um 21 Prozent auf 33.284 Mio. Euro, der Gewinn um 32 Prozent auf 2701 Mio. Euro. Zu dem Sektor gehören auch die Automatisierungs-Divisionen »Industry Automation« und »Drive Technologies«: Während »Industry Automation« das größte prozentuale Umsatzminus aller Divisionen des Siemens-Konzerns hinnehmen musste, nämlich 19 Prozent, beschränkte sich der Umsatzrückgang bei der Division »Drive Technologies« auf 11 Prozent. »Der Industry-Sektor war am stärksten von der Wirtschaftskrise betroffen«, kommentierte Siemens-Vorstandsvorsitzender Peter Löscher.

Der Konzernumsatz profitierte laut Löscher erheblich vom hohen Auftragsbestand, der im Geschäftsjahr 2009 nur leicht von 83,1 Mrd. Euro auf 81,2 Mrd. Euro sank. Der Auftragseingang belief sich im Geschäftsjahr 2009 auf 79 Mrd. Euro und lag damit auf organischer Basis, ohne Währungs- und Portfolioeffekte, um 14 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Die Sektoren Energy und Healthcare bewiesen Löscher zufolge trotz schwieriger Marktbedingungen Wettbewerbsstärke und verbuchten jeweils höhere Umsätze als im Vorjahr. Auf regionaler Basis wuchs der Konzernumsatz in den Regionen Amerika, Asien und Australien, während er in Europa, der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten, Afrika und dem Nahen und Mittleren Osten fiel. Insgesamt stabilisierend wirkte sich das Umweltportfolio aus, das sich aus Produkten und Lösungen des gesamten Unternehmens zusammensetzt. Der diesem Portfolio zugeordnete Umsatz legte im Geschäftsjahr 2009 um 11 Prozent auf 23 Mrd. Euro zu.

Die genauen Kennzahlen der Divisionen des Sektors Industry lesen Sie in Ausgabe 51/52 der Markt&Technik.