Für Maschinen- und Anlagenbauer Inform hilft in der Coronakrise mit kostenloser Software

Andreas Gladis, Inform: »Jetzt gilt es, solidarisch zusammenzustehen und einander zu helfen, wo es wirklich kritisch ist.«
Andreas Gladis, Inform: »Jetzt gilt es, solidarisch zusammenzustehen und einander zu helfen, wo es wirklich kritisch ist.«

Um die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf den Maschinen- und Anlagenbau zu mildern, bietet der Aachener Software-Entwickler Inform betroffenen Unternehmen kostenlose algorithmische Unterstützung für die Produktions- und Schichtplanung und bei Bedarf auch unbürokratische Notfallprojekte an.

Die aktuelle Situation konfrontiert den Maschinen- und Anlagenbau mit vielen organisatorischen Problemen: Kunden stornieren angefangene Aufträge, und Mitarbeiter müssen plötzlich in vorübergehende Quarantäne. Betriebe müssen vermehrt Kurzarbeit anmelden oder plötzlich ausfallende Materiallieferungen hinnehmen. Die verfügbaren Kapazitäten und Ressourcen schwanken momentan täglich. »Leider brauchen viele Betriebe jetzt schnelle Hilfe, um nicht in einer Krise zu landen«, sagt Andreas Gladis, Geschäftsbereichsleiter Produktion bei Inform. »Mit Intuition allein lassen sich so umfangreiche Umplanungen aber nicht sinnvoll umsetzen. Wir wollen daher jetzt unbürokratisch und schnell die Unternehmen unterstützen, die Corona besonders trifft. Hierfür braucht es datenbasierte Simulationen und eine zentrale algorithmische Planung. Wir haben deshalb Krisen-Projektteams aufgestellt, die unsere Systeme oder einzelne, dringend benötigte Module innerhalb kurzer Zeit in besonders betroffenen Unternehmen aufsetzen können.«

Mit der zur Verfügung gestellten Technologie lassen sich Fragen lösen wie:
- Auf welche Teile und Werkstücke muss sich ein Betrieb jetzt konzentrieren?
- Welche Aufträge sollten sinnvollerweise vorgezogen werden?
- Welche Mitarbeiterqualifikation braucht es wo und wann?
- Wie lassen sich Personengruppen „Corona-konform“ einplanen?

Die Corona-Krise belastet Industrieunternehmen mit Lieferausfällen und -verzögerungen, Personalmangel sowie erwartbaren Umsatzeinbußen. Knapp 60 Prozent von über 1000 befragten Unternehmen des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus spüren jetzt bereits nennenswerte Beeinträchtigungen in ihrem Betriebsablauf, wie eine Blitzumfrage des VDMA zeigt. Lediglich 13 Prozent der Befragten sind der Lage, alle Störungen in der Lieferkette durch alternative Lieferanten abzuwenden. »Mit unserer Software wollen wir die Konsequenzen dieser Ausfälle abfedern«, erläutert Andreas Gladis. »Jetzt gilt es, solidarisch zusammenzustehen und einander zu helfen, wo es wirklich kritisch ist.«