Schnelle Installation von IIoT-Lösungen IIoT-Retrofit leicht gemacht

Das IoT-Terminal von Weidmüller: Visualisierung und Daten-Monitoring der verschiedenen Ports beispielsweise mit Statusanzeige und Zeitstempel.
Das IoT-Terminal von Weidmüller: Visualisierung und Daten-Monitoring der verschiedenen Ports beispielsweise mit Statusanzeige und Zeitstempel.

Als Datendrehscheibe im IIoT kann jetzt das »IoT-Terminal« von Weidmüller fungieren: Es erfasst Daten, überträgt sie an Cloud-Services und ermöglicht aktive datengesteuerte Interaktionen. Geeignet ist es auch für das IIoT-Retrofit bestehender Maschinen und Anlagen.

Im IIoT sind alle Komponenten einer Produktionsumgebung über eine digitale Infrastruktur miteinander verbunden und werden so selbst zu Akteuren. Fünf Kernfunktionen sind die Grundlage für digitale, datenbasierte IoT-Lösungen: Datenerfassung, -verarbeitung, -kommunikation und -analyse sowie die Bedienerinteraktion. Daraus ergeben sich neue Möglichkeiten, Nutzen zu schaffen, etwa die Verbesserung der Gesamtanlageneffektivität (OEE) oder die automatisierte Erstellung von Energieverbrauchs-Berichten zur Steuerung der Anlagen. Bis heute werden Daten in vielen Unternehmen zwar erfasst und gespeichert, aber noch nicht zielführend weiterverwendet.

Für die Digitalisierung und die intelligente Vernetzung vom Sensor bis in die Cloud bietet Weidmüller ein umfangreiches Produktsortiment an. Neu in diesem Portfolio ist das „IoT-Terminal“, eine offene, sichere und schnell integrierbare Lösung für das IIoT. Es erfasst Daten, überträgt sie an Cloud-Services und ermöglicht aktive datengesteuerte Interaktionen. Geeignet ist es besonders zur Fehlererfassung und Übertragung konfigurierter Fehlermeldungen an einen Cloud-Service.

Das IoT-Terminal bietet mehrere digitale und analoge Ein- und Ausgangs-Ports. Die Eingangs-Ports ermöglichen die Erfassung von vier digitalen Signalen gleichzeitig. Parallel lassen sich zusätzlich zwei Spannungs- oder Strommessungen und bis zu vier Temperaturmessungen durchführen. Dabei sind zwei Ports galvanisch getrennt und ermöglichen Wechselspannungs-Anwendungen. Bei der Inbetriebnahme meldet sich das IoT-Terminal automatisch in der Cloud und ist für die Übertragung von Daten bereit. Die Inbetriebnahme und Konfiguration des IoT-Terminals erfolgt über die BLE-Schnittstelle (Bluetooth Low Energy) via App. Nach der Anmeldung in der Cloud lässt sich das IoT-Terminal ebenfalls über die Cloud konfigurieren. Eine Konfiguration kann beispielsweise das Bestimmen von Grenzwerten mit der entsprechenden Reaktion darauf sein. Wird der definierte Grenzwert überschritten, erfolgt die direkte Benachrichtigung des Anwenders. Solche aktive datengetriebene Interaktionen bieten sich in vielen industriellen Anwendungen an, aber auch in Solarparks zur Stromüberwachung, in Wasserkraftwerken oder zur Überwachung von Ladestationen für Elektrofahrzeuge.

Auch eine regelmäßige zeitgetaktete Übertragung der Daten in die Cloud ist möglich. Alle Übertragungen werden in der Cloud mitgeloggt und sind später als Historie abrufbar. Mit der Nutzung des Web-Transfer-Protokolls MQTT / COPA stehen dem Anwender die Daten als standardisierte Protokolle bereit, die er in seine bestehenden Engineering-Systeme integrieren kann. Das MQTT-Protokoll verwaltet dabei jeglichen Datenverkehr über den so genannten MQTT-Broker – Nachrichten werden direkt empfangen und verteilt. Aber nicht nur die standardisierte Bereitstellung der Daten in der Cloud ist für die IoT-Anwendungen sinnvoll. Auch die kostengünstige Datenüberwachung über Cloud-Dienste ist ein wichtiger Faktor für die Nutzung in IIoT-Anwendungen.