Management-Buyout Heyfra löst sich aus Weidmüller heraus

Nach wenigen Jahren der Gemeinsamkeit haben sich Weidmüller und Heyfra wieder getrennt. Weidmüller hatte 2005 eine 51-Prozent-Beteiligung an der damaligen Heyfra Electronic GmbH erworben und 2008 das Unternehmen komplett gekauft.

Formell akquirierte die neugegründete Heyfra AG am 1. März im Rahmen eines Management-Buyouts/Asset-Deals die seit 2008 als Weidmüller Heyfra GmbH & Co. KG firmierende Gesellschaft. Für das operative Geschäft der neuen Heyfra AG ist seither Nico Schwertfeger als Vorstand zuständig. Den Vorsitz des Aufsichtsrats übernahm gleichzeitig Dietmar Franke, der die ursprüngliche Heyfra Electronic GmbH 1994 gegründet hatte. Franke zufolge hat die Heyfra AG das Potenzial, »sich in einem schnell verändernden Automatisierungsumfeld fest als OEM-Anbieter zu etablieren«.

Zur Trennung kam es, nachdem das Entwicklungs-Team von Heyfra im Vorfeld des Management-Buyouts an den Weidmüller-Hauptsitz in Detmold gewechselt war, weil Weidmüller seine Entwicklungskompetenz dort konzentrieren wollte. Fertigung und Verwaltung waren aber am Heyfra-Standort Eisleben geblieben und wurden jetzt von Schwertfeger übernommen, der zuvor Fertigungsleiter in Eisleben gewesen war.

Außer der Fertigung elektronischer Geräte und Systeme nach dem Grundsatz »hoher Mix - geringes Volumen«, also in kleineren Serien, bietet die Heyfra AG die kundenspezifische Entwicklung von Hard- und Software mit den Schwerpunkten Feldbussysteme und Embedded-Industrial-Ethernet-Lösungen für den Automatisierungsmarkt an. In Sachen Entwicklung will das Unternehmen künftig mit einem Kooperationspartner zusammenarbeiten.