Nano Dimension Hensoldt kauft DragonFly-3D-Drucker

Der 3D-Drucker vom Typ DragonFly 2020 Pro von Nano Dimension.
Der 3D-Drucker vom Typ DragonFly 2020 Pro von Nano Dimension.

Der deutsche Sensorspezialist Hensoldt kauft den DragonFly-3D-Drucker, den die israelische Nano Dimension entwickelt hat.

Hensoldt war eines der Unternehmen, das den DragonFly von Nano Dimension schon früh eingesetzt hatte. Denn mit den den 3D-Druckern vom Typ DragonFly können Entwickler sehr schnell funktionale Prototypen von Sensoren und RF-Bauteilen einfach im eigenen Haus herstellen. Die Besonderheit: Die 3D-Drucker sind in der Lage, sowohl Metalle als auch Polymere simultan und aufeinander abgestimmt zu drucken, was Hensoldt als sehr vielversprechend ansieht.

»Unsere Hauptdifferenzierung ist die Performance der Sensoren, also müssen wir schon während der Konzept-und Produktentwicklungsphase die höchsten Standards anlegen«, sagt  Andreas Salomon, Team Leader Broadband RF Units & Layout von Hensoldt. »Die 3D-Drucker vom Typ DragonFly Pro erlauben es uns, mit sehr komplexen neuen Designs zu experimentieren und unseren Verifikationsprozess zu beschleunigen.«

Das Unternehmen, das 2017 aus Airbus Defense hervorgegangen ist und mit 4.300 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 1 Mrd. Dollar erwirtschaftet, hat sich auf die Entwicklung und Fertigung von Sensoren für die Beobachtung, Überwachung und den Schutz im militärischen Bereich spezialisiert, wendet die Technik aber auch im Umfeld von Big Data, Robotics und Cyber Security an.
 
Hensoldt hat schon seit zwei Jahren Erfahrungen mit den Möglichkeiten gesammelt, die DragonFly bietet, und passt gerade die neuste Version, die DragonFly Pro, speziell auf die Anforderungen der Fertigung von Prototypen ihrer Sensorsyteme an. Auch Phytec New Dimensions, der Channel-Partner von Nano Dimension in Deutschland, war in den Verkauf involviert. Phytec hatte sich ebenfalls schon sehr früh mit den 3D-Druckern von Nano Dimension beschäftigt, unter anderem um sie für die eigene Leiterplattenfertigung einzusetzen.

Die Entwicklungszeiten zu beschleunigen und mit den Prdukten früher als bisher auf den Markt kommen zu können, sieht Amit Dror, CEO of Nano Dimension, als den wesentlichen Vorteil der DragonFly-3D-Drucker an: »Hensoldt ist ein gutes Beispiel dafür, wie die additive Fertigung dank des Einsatzes mehrerer Materialien in ganz neue Gebiete vordringt und die Effizienz in der Produktentwicklung deutlich steigert.«

Auf einen weiteren Aspekt macht Sven Dengel, CEO of Phytec New Dimensions, aufmerksam: »Damit können die Anwender schon sehr früh unterschiedliche Ideen realtitäsnah ausprobieren. Je früher sie das in der Entwicklungsphase tun können, um so besser. Wir arbeiten gerade mit unseren Kunden an neuen Systemen, beispielsweise Multilayer-3D-Leiterplatten, die mit Sensoren sowie Antennen ausgesatattet sind und die schnelle Fertigung von Prototypen gestatten.«