Lösegeld gefordert Hacker legen Maschinenbauer lahm

Hacker haben den Webmaschinenhersteller Picanol aus Belgien mit einem Cyberangriff lahmgelegt und fordern Lösegeld.

Auf die Forderungen der Erpresser ging das Unternehmen zunächst nicht ein, wie die belgische Nachrichtenagentur Belga berichtete. Am Dienstag wollte der Maschinenbauer aus Ypern demnach mit Polizei-Spezialisten für Computerkriminalität über das weitere Vorgehen beraten, Ihre 1500 Arbeitnehmer an den belgischen Standorten habe die Firma in Kurzarbeit wegen höherer Gewalt geschickt. An der Brüsseler Börse wurde der Handel mit Picanol-Anteilen am Dienstagmorgen ausgesetzt, wie die Börsenaufsicht FSMA meldete.

Picanol stellt Webmaschinen in Belgien, China und Rumänien her. Der Cyberangriff sei am Montagmorgen zunächst im chinesischen Firmenzweig bemerkt worden, schrieb die Zeitung »De Morgen«. Kurz darauf habe das IT-Team in Ypern festgestellt, dass der gesamte Betrieb mit weltweit 2300 Beschäftigten betroffen sei. »Ich arbeite schon 20 Jahre für diesen Betrieb, aber einen Angriff von diesem Kaliber habe ich noch nie erlebt«, sagte Firmensprecher Frederic Dryhol dem Blatt. Einen bestimmten Lösegeldbetrag hätten die Erpresser nicht verlangt.

»Als wir eine kurze Nachricht mit der Forderung nach Lösegeld auf unserem Server fanden, wussten wir, dass es um einen Angriff mit Ransomware ging«, zitierte die Zeitung den Sprecher. Ransomware ist eine Software, die Hacker heimlich auf Computern und in Netzwerken installieren, um bestimmte Datensätze zu verschlüsseln. Erst wenn die Opfer Lösegeld bezahlen, geben die Erpresser den Schlüssel frei.