Schmersal Generationswechsel bei Sicherheitssteuerungen

Die neue Generation von Sicherheitssteuerungen in den Händen von Christian Runge von Schmersal

Schmersal hat einen Generationswechsel bei seinen Safety-SPSen eingeleitet: Die Serie »Protect PSC1« tritt an die Stelle der Baureihe »Protect PSC«. Die neuen Kompaktsteuerungen sind nicht nur frei programmierbar, sondern lassen sich auch mit einem universellen Kommunikations-Interface ausstatten.

»Das Kommunikations-Interface ermöglicht es, verschiedene Feldbusprotokolle einfach per Software auszuwählen und einzustellen«, erläutert der bei Schmersal zuständige Produktmanager Christian Runge. »Mit ein und derselben Hardware lässt sich also eine Verbindung zu allen gängigen Feldbussystemen aufbauen. Für unsere Kunden ist dies auch in puncto Kosten interessant.«

Das »Protect-PSC1«-System besteht aus frei programmierbaren Kompaktsteuerungen sowie zentralen und dezentralen I/O-Erweiterungsmodulen zur sicheren Verarbeitung der Signale von Not-Halt-Schaltern, Schutztürschaltern, Lichtgittern und weiteren mechanischen und elektronischen Sicherheitsschaltgeräten. Zusätzlich lassen sich je nach Version bis zu zwölf Achsen sicher überwachen. Hierfür unterstützt das System Sicherheitsfunktionen wie sicheres Abschalten, sicheres Stillsetzen, sicheres Bewegen, sichere Überwachung und sicheres Positionieren nach der Norm EN 61800-5-2.

Das Kommunikations-Interface erlaubt nicht nur eine sichere Kommunikation innerhalb des »Protect-PSC1«-Systems (gleichzeitig Remote-I/O-Kommunikation mit den dezentralen Erweiterungsmodulen und Querkommunikation im Verbund mehrerer PSC1-Steuerungen, beides über Schmersals Ethernet-SDDC-Protokoll - Safety Device to Device Communication), sondern auch zu anderen Sicherheitssteuerungen. Von der Sensorebene bis zur Steuerungsebene ist ein durchgängiger Informationsaustausch (Status und Diagnose) möglich. Mit ein und derselben Hardware können Anwender per Software eine zeitgleiche Kommunikation mit der Feldbusebene (Informationsaustausch zwischen den Steuerungen), der lokalen Ebene (zwischen den PSC1-Modulen) und der Sensorebene (über Schmersals SD-Bus – Serielle Diagnose) einstellen. An das Interface lassen sich alle SD-Bus-Sensoren von Schmersal anschließen, um deren Daten an verschiedene Teilnehmer zu übermitteln. Dabei übernimmt das Interface die Aufgabe eines Gateways zu dem per Software eingestellten Feldbusprotokoll.

Zum »Protect-PSC1«-System gehört die Programmier-Software »SafePLC2«, die für Anwender eine entwicklungsorientierte Umgebung bereithält. Sie bietet umfangreiche Bibliotheken mit vorgefertigten Funktionen zur sicheren Überwachung von Sensoren und Achsen. Diese lassen sich einfach per Drag & Drop zu komplexen Applikationen verknüpfen. In der Programmier-Software »SafePLC2« definierte Parameter lassen sich in der Parametrier-Software »SafePMT« verändern, ohne dass eine erneute Validierung erfolgen muss. Anwender können somit Parameter der sicheren Achsüberwachung schnell und problemlos an die jeweilige Applikation anpassen.

Im Zusammenhang mit dem »Protect-PSC1«-System bietet Schmersal auch »Safety Services« an. Dazu gehören »Safety Consulting« und »Applications Engineering«. »Die beiden Abteilungen konzipieren Lösungen für komplexe Automatisierungsanlagen, entwickeln kundenspezifische Applikationen und integrieren diese in übergeordnete Steuerungssysteme«, verdeutlicht Christian Runge.