Siemens Forschung für autonome Robotik künftig in China

Roland Busch (links), Chief Technology Officer und Vorstandsmitglied von Siemens, und Zhu Xiaoxun, Leiter Siemens Corporate Technology China, im Forschungs-Hub in Suzhou.

Siemens hat angekündigt, seine globale Forschung für autonome Robotik in China anzusiedeln. Hierzu ist das Unternehmen eine Partnerschaft mit der Tsinghua University eingegangen, um gemeinsam ein Forschungszentrum für Robotik in Peking zu gründen.

Die Technologie- und Innovationsfelder rund um die autonome Robotik sind Teil der Strategie von Siemens, eine Führungsrolle in Bereichen zu übernehmen, die das Unternehmen als ausschlaggebend für seinen künftigen Erfolg betrachtet. Experten aus aller Welt sollen in China die Forschung für autonome Robotik vorantreiben und sich dabei auf neue mechatronische Systeme, die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine sowie die Anwendung künstlicher Intelligenz in der Robotiksteuerung fokussieren. Neben der autonomen Robotik gehören Datenanalytik, Cyber-Sicherheit, das Industrial Internet of Things und Lösungen für die vernetzte Stadt zu den wichtigsten F&E-Bereichen von Siemens in China.

Um das Potenzial dieser Techniken zu erschließen, ist Siemens Partnerschaften mit chinesischen Regierungsbehörden, Universitäten und Kunden eingegangen. Hierbei geht es unter anderem darum, Verkehrsstaus zu verringern, Energie einzusparen, die Situation für Einwohner und Umwelt zu verbessern sowie „digitale Städte“ im ganzen Land aufzubauen.

Im Rahmen des „Siemens Innovation Day China 2017“ in Suzhou am 14. September schlossen Siemens und der Hongkong Science Park zudem einen Vertrag über die Gründung des ersten digitalen Hubs für Smart Cities. Das Herzstück wird MindSphere sein, das cloud-basierte offene Betriebssystem von Siemens für das Internet of Things. Siemens hat außerdem seine Zusammenarbeit mit der Stadt Zhuhai verlängert: Hier soll eine maßgeschneiderte intelligente Verkehrsleitlösung aufgebaut werden. Ferner wurden im Industrial Park Suzhou Sensoren installiert. Diese „Embedded City Sensor Boxes“ sollen helfen, Verkehrsstörungen und Luftverschmutzung zu verringern, die Infrastruktur zu optimieren und die öffentliche Sicherheit zu erhöhen.

China ist einer der größten F&E-Standorte von Siemens. Zum Ende des Geschäftsjahrs 2016 hatte Siemens rund 4500 Forscher und Ingenieure, 20 F&E-Hubs und mehr als 11.000 aktive Patente und Patentanmeldungen in China.