Sensoren im Internet der Dinge Erster offener IoT-Sensor-Standard

Mit Hilfe der M2.COM-Plattform 
soll es künftig einfacher sein, 
unterschiedlichste Sensoren an das IoT anzubinden
Mit Hilfe der M2.COM-Plattform soll es künftig einfacher sein, unterschiedlichste Sensoren an das IoT anzubinden.

Advantech, ARM, Bosch Sensortec, Sensirion und Texas Instruments (TI) wollen gemeinsam einen offenen IoT-Sensor-Standard etablieren. Dafür setzen die Partner auf die unter der Federführung von Advantech neu entwickelte modulare Plattform M2.COM.

Ziel der Kooperation ist es, Sensoren schnell, einfach und vor allem standardisiert an das Internet der Dinge anzubinden und damit die Grundlage für eine breite Palette von IoT-Anwendungen zu realisieren. 

Auf Basis der modularen Plattform M2.COM ist ein hochintegriertes Modul im standardisierten M.2-Formfaktor entstanden, das Mikrocontroller, Wireless Connectivity und Power Management vereint und zudem eine Schnittstelle für eine Vielzahl unterschiedlichster Sensoren beinhaltet. Über alldem sitzt ein IoT Agent von Advantech.

Das erste verfügbare M2.COM-Modul ist das "WISE-1520 M2.COM Low Power Wi-Fi IoT Node" von Advantech, ausgestattet mit einem ARM Cortex-M4-Prozessor und TIs stromsparendem SimpleLink Wi-Fi CC3200 Wireless Mikrocontroller für Low Power WiFi Connectivity. Module für Bluetooth, Sub1GHz und LTE sind für die zweite Jahreshälfte geplant.

Offener Standard als Grundlage für einfache Integration

Dass es höchste Zeit für einen standardisierten Ansatz war, davon sind die M2.COM-Projektpartner überzeugt. "Die Datenerfassung wird eine der größten Herausforderungen im IoT-Umfeld", führt Miller Chang, VP von Advantech, aus. "Sensoren, drahtlose Technologien und Embedded Computing sind die drei Schlüsselelemente für die Datenerfassung. Genau aus diesem Grund arbeitet Advantech eng mit Industriepartnern zusammen, um den offenen M2.COM-Standard zu definieren." Miller Chang ist überzeugt, dass M2.COM die Entwicklung von IoT-Sensorgeräten spürbar beschleunigen wird.

"Ein standardbasiertes industrielles Computing- und Sensor-Format ist entscheidend dafür, dass die Anforderungen des IoT-Marktes erfüllt werden können", unterstreicht auch Zach Shelby, Vice President of Marketing, IoT Business von ARM. "Das ARM mbed OS bildet die ideale Grundlage für dieses neue Format. Es unterstützt die nötigen Kommunikationsprotokolle und -formate und ermöglicht die sichere und einfache Integration M2.COM-basierter Sensoren in IoT-Cloud-Anwendungen."

Das Fehlen einer weit verbreiteten offenen Plattform sieht auch Jeanne Forget, VP Marketing von Bosch Sensortec, als eine der größten Herausforderungen, die ein schnelles Wachstum Sensor-fähiger Geräte in den für IoT-relevanten Märkten behindern könne. Daher sei es für Bosch Sensortec essentiell, aktiv an der Entwicklung offener Plattformen wie M2.COM mitzuwirken. "Wir glauben, dass durch die Zusammenarbeit dieser Partner die offene M2.COM-Plattform zu einem entscheidenden Baustein für Sensoren in IoT-Märkten wird", so Forget.

"Die Erfassung von Daten und die Realisierung intelligenter Systeme und Geräte werden das IoT ein gutes Stück voranbringen - sofern diese Dinge in der Lage sind, effizient zu interagieren und miteinander zu kommunizieren", unterstreicht auch Pascal Gerner, Director Product Management von Sensirion. "Deshalb sind wir überzeugt, dass wir das richtige tun, wenn wir ein Standard-M2.COM definieren, um die Integration von Sensoren in die IoT-Entwicklung zu vereinfachen."

Nicht zuletzt ist auch Olivier Monnier, Marketing Director Wireless Connectivity Solutions/IoT von TI, überzeugt, dass man nur mit einer Plattform, über die der Entwickler dank einer standardisierten Sensor-Schnittstelle alles zu jeder Zeit miteinander verbinden kann, neue geschäftliche Möglichkeiten durch das IoT beschleunigen kann. TI steuert zur M2.COM-Plattform den stromsparenden SimpleLink Wi-Fi CC3200 Wireless Microcontroller bei, mit der IoT-Entwickler ihre Designs schnell und einfach auf den Markt bringen können.