Unmanned-Aircraft-Systems-Show Drohnen – wie sie unser Leben revolutionieren

Drohnen revolutionieren Landwirtschaft

Auch Einsatzkräften dient die Technik, wie die bis Dezember laufende Drohnen-Ausstellung auf dem Flugzeugträger Intrepid in New York zeigt. Im März schickte die Feuerwehr dort eine Drohne in die Luft, um sich aus der Vogelperspektive einen besseren Überblick zu verschaffen. 85 000 Dollar (71 600 Euro) kostete das Gerät, das beim Feuer in einem sechsstöckigen Haus in der Bronx zum Einsatz kam. »Das Dach begann, einzubrechen«, sagte der stellvertretende Feuerwehrchef Dan Donoghue anschließend. »Wir hatten gute Bilder und es half uns, Entscheidungen zu treffen, um diesen Brand zu löschen.«

Während Inspektionen an gefährlichen Einsatzorten wie Strommasten, Brücken oder Bohrplattformen mit den ferngesteuerten Helfern leichter werden, setzen auch Forscher sie ein. Drohnen können Tierbestände zählen, deren Wanderungen verfolgen und Wilderer ausmachen. »Wir können gewaltige Datenmengen selbst von den abgelegensten oder extremsten Orten sammeln«, sagt David Johnston vom Marine Lab der Duke University in North Carolina. Drohnen »verändern die Art, wie wir die Meeresumwelt untersuchen und darüber lernen.«

In der Landwirtschaft können Drohnen dank Infrarot-Sensoren Daten über die Gesundheit von Pflanzen oder Unkraut liefern. Der New Yorker Ausstellung zufolge nutzen Bauern in Japan schon jetzt mehr als 10 000 UAS, um ihre Arbeit in der Landwirtschaft zu erleichtern oder zu verbessern. US-Investoren schätzen, dass landwirtschaftlich genutzte Drohnen innerhalb der nächsten zehn Jahre zu 82 Milliarden Dollar (69 Mrd. Euro) wirtschaftlichem Wachstum führen werden

Drohnen-Pilotenführerscheine?

Dass der technische Fortschritt auch Fragen aufwirft, zeigt allein der Streit um Anmeldepflichten und Drohnen-Führerscheine oder die Diskussion um bewaffnete Drohneneinsätze. Bei diesen kamen etwa in Pakistan, Afghanistan und im Jemen immer wieder Unbeteiligte ums Leben. »Wir wissen nicht, wie viele Hunderte unschuldige Zivilisten in diesen Angriffen getötet wurden«, schrieb der ehemalige US-Präsident Jimmy Carter 2012 in der New York Times. »Dies wäre in früheren Zeiten undenkbar gewesen.«

Doch die Zeiten scheinen sich zu ändern, und längst ist auch vom pilotenlosen Flugzeug die Rede. Terrafugia TF-X heißt etwa das Modell eines Unternehmens aus Boston, das an eine Mischung aus Raumschiff und Pkw erinnert. Mit 320 Kilometern pro Stunde soll dieses Drohnen-Taxi vom Boden abheben, verspricht die Firma. Nötig sei dafür deutlich weniger Training als für einen Pilotenschein. Was nach Zukunftsmusik klingt, soll schon ab 2030 den Markt erreichen.