SPS-Runtime jetzt im Ethernet-Switch Direkt im Netzwerk steuern und regeln

Die SPS-Runtime microRTS macht Ethernet-Switches von Microsens zu SPSen.
Die SPS-Runtime microRTS macht Ethernet-Switches von Microsens zu SPSen.

Mit der SPS-Runtime »microRTS« hat Microsens die Steuerungstechnik in die Netzinfrastruktur integriert. Die in den Ethernet-Switches der euromicron-Tochter installierte Software kann konventionelle SPS-Systeme ersetzen. Zur IEC-61131-3-konformen Programmierung dient das Engineering-Tool »microSys«.

MicroRTS kann sämtliche Steuerungsfunktionen einer SPS übernehmen. Das SPS-Runtime-System stellt laut Microsens in Verbindung mit dem Engineering-Tool microSys auf PC-Basis eine weltweit einzigartige Lösung in der Automatisierungstechnik dar. Bei microSys handelt es sich um eine Software-Plattform zur Erstellung von Steuerungs- und Regelapplikationen für die Gebäudeautomatisierung und industrielle Automatisierung. Nach Licht-, Klima- und Sicherheitstechnik lassen sich jetzt also auch Industrie- und Gebäudeautomatisierungs-Anwendungen direkt in den Switches des IP-Netzes realisieren.

Durch die Einbettung der Steuerungstechnik in Form der SPS-Runtime microRTS in die Switch-Firmware lassen sich auch redundante Lösungen aus der IT-Welt ohne Weiteres mit der Flexibilität eines frei programmierbaren SPS-Systems kombinieren. So entstehen laut Microsens zukunftssichere Ansätze für sicherheitsrelevante Applikationen etwa in der Entrauchungstechnik, Sicherheitsbeleuchtung oder Treppenhausdruckbelüftung.

Konzeption und Betrieb von Automatisierungsanlagen gehören zu den größten Kostenfaktoren moderner Gebäude. Kosten- und zeitaufwändige Planungsschritte sind bei der Investition oft schwer zu kalkulieren und zudem fehleranfällig. Der neue Planungsansatz von Microsens entschärft dem Unternehmen zufolge diese Probleme und verschafft dem Planer zusätzliche Freiheiten. Durch die Fusion von Steuerungs- und Netzwerkebene verringert sich sowohl der Verkabelungsaufwand als auch der Schaltschrankanteil samt entsprechender Installationskosten.

Die konsequente Weiterführung des Microsens-Konzepts findet sich auch auf der Feldebene wieder. Damit die Feldgeräte sich direkt im IP-Netz ansteuern lassen, wird an den entsprechenden Baugruppen ein Smart-I/O-Controller installiert, der sowohl die Steuerung als auch die Informationsübertragung im Datennetz übernimmt. Mittels PoE+-Technik wird der Controller über das Netzwerk mit Daten versorgt und mit Energie gespeist.