In Stuttgart viel Neues Die Vision lockt mit zahlreichen Innovationen

Eye-sect X16, eine neuartige Sensortechnologie von Xapt ist nach dem Vorbild eines Insektenauges entwickelt.
Eye-sect X16, eine neuartige Sensortechnologie von Xapt ist nach dem Vorbild eines Insektenauges entwickelt.

Dass die Bildverarbeitungs-Branche nichts an Innovationskraft eingebüßt hat, wird sich auch auf der diesjährigen Vision wieder zeigen. Viele der dort präsentierten Produkte bieten bemerkenswerte Neuerungen. Der folgende Beitrag stellt einige von ihnen vor.

Nach dem Vorbild eines Insektenauges hat beispielsweise der Aussteller Xapt (Halle 1, Stand B72.6) den anpassbaren Bildsensor-Cluster »eye-sect X16« entwickelt, der dreidimensional sieht und eine hohe Szenenauflösung hat. »Hier geht es um eine völlig neuartige Sensortechnik, die optische Inspektion in vielen Bereichen möglich macht, in denen sie bisher wegen eines zu kleinen Bauraums oder aus Kostengründen undenkbar war«, sagt Geschäftsführer Marco Brinker. Das »Facettenauge« wird erstmals auf der Vision 2012 vorgestellt.

CMOS-Bildsensoren mit Global-Shutter-Funktion

Als Herzstück vieler Kamerasysteme setzt sich die CMOS-Bildsensortechnik zunehmend durch, vor allem dort, wo hohe Bildaufnahmegeschwindigkeiten und Auflösungen gefordert sind. Sensoren mit Global-Shutter-Funktion lesen das komplette Bild mit einem Mal aus und nicht Pixelzeile für Pixelzeile wie bisher üblich. Bewegte Objekte lassen sich so schärfer erfassen.

Beispiele dafür zeigen Aussteller auf der Vision 2012: Viimagic (Halle 1, Stand I81) beispielsweise stellt seine neue CMOS-Bildsensorgeneration mit voller HDTV-Auflösung und Global Shutter sowie vereinfachter Ansteuerung des Sensors vor. »Die Sensoren erfüllen hohe Ansprüche in der Industrieautomatisierung, Sicherheit und Verkehrsüberwachung sowie Medizin- und Messtechnik - überall dort, wo hohe Bildqualität unter schwierigen Lichtverhältnissen erforderlich ist«, sagt Viimagic-CEO Dr. Rainer Schweer.

Einen besonders schnellen optischen Zeilensensor hat das Team des schweizerischen CSEM Centre Suisse d‘Electronique et de Microtechnique (Halle 1, Stand A17) entwickelt. Er erfasst gleichzeitig und in einem einzigen Belichtungsvorgang weiße, rote, grüne und blaue Zeilen mit bis zu 200.000 Frames/s.

Viele Kamerahersteller sind bereits auf den CMOS-Zug aufgesprungen. So präsentiert Teledyne Dalsa (Halle 1, Stand D52) die High-Performance-Kameras der Serie »Falcon2«: Sie bieten CMOS-Bildsensoren mit bis zu 12 Megapixel Auflösung und Global Shutter.

OptoMotive (Halle 1, Stand G18) führt die Hochgeschwindigkeits-Smartcameras der Familie »Velociraptor EVO« mit CMOSIS-Sensoren mit bis zu 1 Zoll Sensorfläche in den Markt ein. Der in den Kameras integrierte FPGA-Baustein lässt sich vom Anwender programmieren.

Was passiert mit Dieseltropfen bei der Einspritzung? Wie breitet sich eine Druckwelle nach der Explosion aus? Solche Fragen lassen sich mit Highspeed-Kameras von VKT (Halle 1, Stand H38) untersuchen. So hat das Unternehmen die »Fastcam SAX« von Photron optimiert. Bei 1024 x 1024 Bildpunkten Auflösung nimmt sie 12.500 Bilder/s auf, bei 256 x 256 Bildpunkten 100.000 Bilder/s. Eine besondere Lichtempfindlichkeit sichert dabei hohe Bildqualität.

Bei maximaler Auflösung von 3 Megapixel erfasst das Hochgeschwindigkeits-Kamerasystem »Q-MIZE« von AOS Technologies (Halle 1, Stand A44) 500 Frames/s, bei 512 x 512 Bildpunkten Auflösung 4200 Frames/s. Die maximale Framerate beträgt 100.000 Frames/s. Das Gerät eignet sich besonders für Bildaufnahmen unter erschwerten Bedingungen, etwa bei hohen Beschleunigungen, heftigen Stößen und Vibrationen.