Leichtere Programmierung CoDeSys: Einfachheit steht im Vordergrund

Dieter Hess, 3S: »Applikationsprogrammierer erwarten zunehmend unterstützende Funktionen, wie sie die IT-Welt bietet.«
Dieter Hess, 3S: »Applikationsprogrammierer erwarten zunehmend unterstützende Funktionen, wie sie die IT-Welt bietet.«

Weil in Automatisierungssystemen immer mehr Funktionen auf Software beruhen, nimmt deren Komplexität rapide zu. 3S Smart Software Solutions hat darauf reagiert und für seine IEC-61131-3-Engineering-Umgebung CoDeSys zwei Produktlinien entwickelt, deren Zweck es ist, Anwendern den Umgang mit der Software zu vereinfachen.

»Wir wollen den Anwendern Tools an die Hand geben, die in jeder Phase der Applikationsentwicklung zu einer Produktivitätssteigerung führen«, betont Dieter Hess, geschäftsführender Gesellschafter von 3S. Dass dies sinnvoll, ja sogar nötig ist, steht außer Zweifel: Weil immer mehr Automatisierungs-Funktionen in Software vorliegen, nimmt deren Komplexität unweigerlich zu, so dass den Software-Herstellern nichts anderes übrig bleibt, als gegenzusteuern und ihr Augenmerk verstärkt auf die Bedienvereinfachung zu lenken. Die beiden neuen Produktlinien von 3S verschreiben sich genau diesem Ziel.

Die Produktlinie »CoDeSys Professional Developer Edition« wendet sich »an die zunehmende Zahl von Applikationsentwicklern, die aufgrund ihrer Ausbildung oder Erfahrung den Komfort von Entwicklungswerkzeugen für Hochsprachen kennen und schätzen«, wie Hess erläutert. Momentan umfasst die Edition folgende Elemente: SVN-Integration (Subversion), UML-Integration (Unified Modeling Language) und statische Code-Analyse.

SVN ist eine integrierte Anbindung an das Quellcode-Verwaltungssystem »Apache Subversion«. Ablage und Verwaltung komplexer CoDeSys-Projekte erfolgen objektweise, so dass ein Multi-User-Betrieb auch in größeren Teams von Applikationsentwicklern möglich ist. Die wichtigsten Funktionen von »Subversion« stehen direkt in CoDeSys zur Verfügung, die Anbindung ist nahtlos in den natürlichen Entwicklungsablauf integriert.

»Der nächste logische Schritt nach der Einführung der objektorientierten Programmierung in CoDeSys und der IEC-Norm 61131-3 ist die UML-Integration«, führt Hess aus. Das Klassendiagramm visualisiert hierbei die Abhängigkeiten von Funktionsblöcken, Methoden und Interfaces und erlaubt deren grafische Bearbeitung. Als eigenständige, neue Implementierungssprachen ermöglichen Zustands- und Aktivitätsdiagramm eine einfache Beschreibung von Zuständen und deren Übergängen sowie von komplexen Prozessen. Beide UML-Sprachen können Kommunikationsmedium zwischen Technologen und Steuerungstechnikern sein, um die Strukturierung von Applikationen und deren Programmierung zu beschleunigen.

Über die statische Code-Analyse kann der Anwender mit mehr als 50 teils parametrierbaren Regeln den Quellcode seiner IEC-61131-3-Applikation prüfen lassen. Er kann somit potenzielle Probleme im Code noch vor Test oder Inbetriebnahme detektieren und beheben. Ziel ist es, die Qualität des Codes zu erhöhen, die Inbetriebnahme zu beschleunigen und sporadische Fehler von vornherein zu vermeiden.

Weitere Tools im Rahmen der »CoDeSys Professional Developer Edition« sind in Vorbereitung.

SPS/IPC/Drives 2011, Halle 7, Stand 530