Perception Park / Stemmer Imaging Chemical Color Imaging als neue Bildverarbeitungstechnik

Markus Burgstaller, Perception Park: »CCI ermöglicht erstmals, chemische Eigenschaften von Objekten mittels Bildverarbeitung in Echtzeit zu bewerten.«
Markus Burgstaller, Perception Park: »CCI ermöglicht erstmals, chemische Eigenschaften von Objekten mittels Bildverarbeitung in Echtzeit zu bewerten.«

Die Chemical-Color-Imaging-Technik (CCI) auf Basis der Software »Perception Studio« von Perception Park macht komplexe Hyperspektraldaten auf molekularer Ebene für die industrielle Bildverarbeitung nutzbar. Um die Software als Herzstück schneidert Stemmer Imaging komplette Bildverarbeitungssysteme.

Moderne 3D-Bildverarbeitungssysteme mit Farbkameras erzeugen präzise räumliche Bilder der untersuchten Objekte. Die Systeme sind allerdings für die Analyse von Oberflächen ausgelegt und finden ihre Grenzen immer dann, wenn die untersuchten Objekte eine unterschiedliche molekulare Struktur haben oder gar einem Veränderungsprozess unterliegen. Ersteres ist beispielsweise bei der Trennung von Kunststoffen im Recycling der Fall, während etwa in der Lebensmittelbranche der Reifegrad von Früchten und möglicher Schimmelbefall eine große Rolle spielen.

»Solche Informationen lassen sich nur mit Hyperspektralkameras gewinnen, denn anhand ihrer chemischen Eigenschaften hinterlassen Objekte mit ihrer spektralen Signatur einen einzigartigen ‚Fingerabdruck‘«, erläutert Markus Burgstaller, Geschäftsführer von Perception Park. »Diese spektralen Signaturen ermöglichen eine Materialerkennung durch die Molekülstruktur einzelner Objekte.«

Allerdings war hyperspektrale Kameratechnik bislang noch nicht flächendeckend in der Industrie anwendbar. »Ein Grund dafür ist, dass die Entwicklung hyperspektraler Applikationen bisher nur Experten der Spektroskopie und Chemometrie vorbehalten war«, führt Burgstaller aus. »Viele Anwendungsversuche scheitern zudem daran, dass die Farbbildverarbeitungssysteme bestehender Maschinen meist nicht in der Lage sind, hyperspektrale Kameras sinnvoll zu integrieren.« Als Folge müsse jede einzelne Anwendung auf Basis hyperspektraler Kameratechnik von Grund auf neu entwickelt und umgesetzt werden, was in der Industrie meist nicht wirtschaftlich darstellbar sei.