VDMA erhöht seine Umsatzprognose Bildverarbeitungs-Branche erholt sich schneller als erwartet

Dr. Olaf Munkelt, VDMA: »Wir lassen das Krisenjahr 2009 nun hinter uns.«

Der VDMA-Fachverband Industrielle Bildverarbeitung hat seine Umsatzprognose für die deutsche Bildverarbeitungs-Branche im Jahr 2010 von 5 auf 10 Prozent erhöht.

»Kräftige Wachstumsimpulse im ersten Halbjahr 2010 leiten eine Erholung der Bildverarbeitungs-Branche auf breiter Front ein«, erläutert Dr. Olaf Munkelt, Vorstandsvorsitzender des Fachverbands. »Besonders bei den Bildverarbeitungskomponenten waren die Auftragseingänge im ersten Halbjahr 2010 so stark, dass derzeit die Lieferketten aus dem Tritt kommen. Die plötzlich nach oben geschnellte Nachfrage lässt sich nicht so schnell befriedigen, und die Lieferzeiten verlängern sich teilweise deutlich.«

Die aktuelle Belebung der Bildverarbeitungskonjunktur gründet sich Munkelt zufolge auf zwei Effekten: »Einerseits werden Projekte, die auf Eis lagen, wieder angestoßen, und Endkunden tätigen wieder Investitionen und steigern ihre Produktion«, sagt er. »Andererseits wurden 2009 die Lagerbestände stark reduziert. Die nun verlängerten Lieferzeiten werden somit zum bedrohlichen Engpassfaktor, worauf viele Kunden mit einem deutlichen Aufbau der Lagerhaltung reagieren, was die Auftragseingänge weiter nach oben treibt.«

Zu erwarten sei ferner, dass sich die sehr starke Nachfrage nach Komponenten im ersten Halbjahr in den kommenden Monaten positiv auf die Umsätze mit Gesamtsystemen auswirke: »Hier sind Zeitversätze von einigen Monaten die Regel«, erläutert Munkelt. Allerdings bestünden auch Risiken: »Sowohl der Aufbau von Lagerbeständen als auch die Reaktivierung verschobener Projekte kann sich im zweiten Halbjahr merklich abschwächen«, führt er aus.

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