Kleinste AS-Interface-Safety-Applikationen werden wirtschaftlich Bihl+Wiedemann: Safety-Lösung für kleine ASI-Anwendungen

Im »Safety Basis Monitor Startset« BW2512 von Bihl+Wiedemann integriert ist der »Safety Basis Monitor« BW2441.
Im »Safety Basis Monitor Startset« BW2512 von Bihl+Wiedemann integriert ist der »Safety Basis Monitor« BW2441.

Seit 2005 erweitert der AS-Interface-System- und -Komponentenhersteller Bihl+Wiedemann schrittweise sein Produktsortiment für die sicherheitsgerichtete Variante AS-Interface Safety at Work. Jetzt hat das Unternehmen sein bestehendes Angebot für kleine und mittelgroße Anlagen um eine Lösung für kleine Anwendungen ergänzt.

»AS-Interface ist unser Kerngeschäft - da kommen wir her und darauf haben wir uns spezialisiert«, betont Jochen Bihl, einer der beiden Gründer und Geschäftsführer von Bihl+Wiedemann. »Wir sind da zwar nicht Marktführer, aber wir glauben, dass wir Technologieführer sind.« In das Thema »AS-Interface Safety at Work« stieg das 1992 gegründete Unternehmen im Jahr 2005 ein, etwa fünf Jahre nach der Markteinführung der ersten AS-Interface-Safety-at-Work-Produkte: »Wir haben mit Safety-Produkten bis 2005 gewartet, weil wir als Unternehmen erst zu dieser Zeit groß genug für diesen Schritt waren«, erläutert Bihl. Momentan beschäftigt seine Firma knapp 100 Mitarbeiter.

Bis jetzt hatte Bihl+Wiedemann nur Safety-Systeme und -Komponenten für mittelgroße und große Anwendungen ab etwa zehn sicheren Signalen im Sortiment. »AS-Interface Safety at Work hat sich bislang nur in Anlagen mit größerem Sicherheitsbedarf gerechnet«, verdeutlicht Bihl. »Bei kleineren Funktionseinheiten mit weniger als fünf sicheren Signalen, etwa einem Nothalt und einer Türzuhaltung, war die konventionelle Verdrahtung bisher oft die kostengünstigere Lösung.« Dies habe sich jetzt geändert: »Unser neuer 'Safety Basis Monitor’ BW2441 rechnet sich anders als die konventionelle Sicherheitstechnik schon bei Anwendungen mit zwei sicheren Signalen«, hebt Bihl hervor.

Der BW2441 besteht aus einem Sicherheitsmonitor und einem abschaltbaren AS-Interface-Master. Er ist nur 22,5 mm breit, bietet aber 8/4 sichere Eingänge oder 8 Standardeingänge und 8 Meldeausgänge sowie 2 (4) elektronische sichere Ausgänge. Mit ihm lassen sich beispielsweise sichere Drehzahlen, Lichtgitter oder Nothalt-Taster überwachen und verwalten.

Das komplette Sicherheitsprogramm und die Einstellungen für den Master lassen sich mittels der Programmier-Software »Asimon« erstellen und aufspielen. Die Kommunikation zwischen »Safety Basis Monitor« und PC erfolgt dabei über eine USB-Schnittstelle. Die Gerätedaten werden redundant auf einer Chipkarte gespeichert, die beim Austausch eines »Safety Basis Monitor« sämtliche Informationen auf das neue Gerät überträgt.

Bei Maschinen mit bis zu 10 sicheren Signalen kann der Anwender zudem das externe AS-Interface-Netzteil einsparen, weil der »Safety Basis Monitor« die AS-Interface-Power-24-V-Technik unterstützt. Die interne Datenentkopplung im Gerät stellt für den AS-Interface-Strang insgesamt 500 mA Strom bereit.

Auf Basis des »Safety Basis Monitor« bietet Bihl+Wiedemann auch das »Safety Basis Monitor Startset« BW2512. Bei ihm handelt es sich um eine voll funktionsfähige Testumgebung, mit der sich kleine Sicherheitsanwendungen mit AS-Interface Safety at Work einfach und kostengünstig realisieren lassen. Das limitierte Komplett-Set enthält neben dem »Safety Basis Monitor« und dem dazugehörigen USB-Anschlusskabel einen vorkonfektionierten Nothalt-Taster, ein 24-V-Steckernetzteil, vier Kippschalter und einen Schraubendreher. Ebenfalls enthalten sind die lizenzierten Vollversionen der Programmierwerkzeuge »Asimon« und »AS-Interface Control Tools« für Safety-Monitore und AS-Interface-Master. Mit dem Startset kann der Anwender somit die diversen Sicherheitsfunktionen des »Safety Basis Monitor« - etwa eine Nothalt-Abschaltung - direkt testen.

Auf der Hannover Messe stellt Bihl+Wiedemann in Halle 9 am Stand H01 aus.