Servomotoren aus eigener Entwicklung und Fertigung vervollständigen Beckhoffs Antriebstechnik-Sortiment Beckhoff: Ein einziges Kabel für Strom und Feedback-Daten

Die Servomotor-Baureihe AM8000 von Beckhoff deckt einen breiten Anwendungsbereich von 0,9 bis 65 Nm Stillstandsdrehmoment ab.
Die Servomotor-Baureihe AM8000 von Beckhoff deckt einen breiten Anwendungsbereich von 0,9 bis 65 Nm Stillstandsdrehmoment ab.

Beckhoff Automation ist beim Ausbau seines Geschäftsbereichs Motion ein gutes Stück vorangekommen: Das Unternehmen präsentiert auf der SPS/IPC/Drives die von ihm gemeinsam mit dem Joint-Venture-Partner Fertig Motors entwickelte Servomotor-Baureihe AM8000.

Die Servomotoren der Baureihe AM8000 sind die ersten von Beckhoff selbst entwickelten und gefertigten, so dass das Unternehmen mit ihnen die Schwelle zum Anbieter kompletter Automatisierungssysteme aus eigener Entwicklung und Produktion, bestehend aus PC-gestützter Steuerung, I/Os, Servoverstärkern und Motoren, überschreitet. Die bestehenden, von Beckhoff zugekauften Servomotor-Serien AM2000, AM3000 und AM3500 bleiben im Programm und werden weiter ausgebaut.

Bei den »8000ern« handelt es sich um rotative Synchron-Servomotoren, die in Standard- und Edelstahlbauweise erhältlich sind und sich durch hohe Dynamik und Energieeffizienz auszeichnen. Die Serie umfasst sechs verschiedene Motorbaugrößen mit je zwei bis drei Baulängen, so dass ein großer Drehmomentbereich nahtlos-überlappend abgedeckt wird. Insgesamt sind Versionen mit Stillstandsdrehmomenten von 0,9 bis 65 Nm verfügbar. Bezüglich Nennleistung und Wicklung sind die Motoren auf die Servoverstärker der Serie AX abgestimmt.

Bemerkenswert ist Beckhoffs neue Einkabeltechnik: Sie kommt ohne zusätzliche Feedback-Leitung aus, weil Power- und Feedback-System in der Standard-Motorleitung zusammengefasst sind. Für Strom und Prozessdaten genügt also ein einziges Kabel. Geberdaten, Rotorlage, Multiturn-Informationen sowie die momentanen thermischen Verhältnisse im Motor werden über eine digitale Schnittstelle störsicher und zuverlässig übertragen. Dies spart Kosten, weil sowohl motor- als auch reglerseitige Steckverbinder und Kabel entfallen.

Auf dem neuesten Stand ist auch die Rotor- und Statortechnik der Motoren. Zum Einsatz kommt unter anderem die Einzelzahnwickeltechnik, die einen besonders hohen Nutfüllfaktor ermöglicht. Kleine Wickelköpfe in Verbindung mit einem Statorvollverguss sorgen für Robustheit und ein gutes thermisches Management. Durch ein optimiertes Design und hochwertige Materialien hat das Unternehmen nach eigenen Angaben die Energieeffizienz im Vergleich mit herkömmlichen Servomotoren um mehr als 10 Prozent gesteigert.

Die in Deutschland entwickelten und produzierten Motoren werden ab dem 1. Quartal 2012 bereitstehen. Spielfreie Permanentmagnet-Haltebremsen und spielarme Planetengetriebe sind als Option erhältlich.

SPS/IPC/Drives 2011, Halle 7, Stand 406