Studie des Arago-Insitituts zeigt: Automatisiertes Fehler-Management als Stiefkind

Deutsche Unternehmen haben bisher nur geringe Kenntnisse über den Einsatz von Automatisierungs-Systemen zur Bearbeitung von Fehlern und Zwischenfällen. Dies ergab eine Studie des Frankfurter Arago-Instituts für komplexes Datenmanagement.

Immerhin 31 Prozent der befragten Vorstände und Geschäftsführer sagten aus, dass das Thema Automatisierung im Zusammenhang mit der Fehlerbehebung weitgehend unbekannt sei beziehungsweise missverstanden werde. »Das ist auch der Grund dafür, dass die meisten Vorfälle nach wie vor manuell bearbeitet werden«, erläutert Arago-Vorstand Martin Friedrich. »Dabei könnten Unternehmen mit Hilfe entsprechender Werkzeuge Zeit und Geld sparen, um Kapazitäten freizusetzen, die für Neuerungen nötig sind.«

Nur 19 Prozent der Befragten betrachten die aktuelle Wirtschaftskrise als Ursache dafür, dass sich Unternehmen nicht angemessen mit dem Einsatz von Automatisierungstechniken für das Fehler-Management beschäftigen. Dies könne sich jedoch bald ändern. Nach Meinung weiterer 17 Prozent scheuen Betriebe generell anfängliche Investitionen. Diese Einstellung gelte auch für die Zukunft.

Dass die Umsetzung am schon seit Jahren beklagten Fachkräftemangel scheitert, glauben 14 Prozent. Ebenso viele Befragte entschieden sich für den Aspekt, dass »Unternehmen die angebliche Komplexität des Themas fürchten«. Nur 5 Prozent der Befragten sehen Akzeptanzprobleme bei den Angestellten als Haupthindernis.

Im Rahmen der Studie »Ein krisenreiches Jahrzehnt neigt sich dem Ende - wie steht es um die IT-Verfügbarkeit?« bekamen insgesamt 100 Personen die Frage gestellt: »Woran liegt es, dass deutsche mittelständische Betriebe das Thema automatisierte Fehleridentifizierung und -behebung noch etwas stiefmütterlich behandeln?« Die Umfrage erhebt laut Arago keinen Anspruch auf Repräsentativität, sondern gibt eine Grundstimmung wieder, die bestimmte Rückschlüsse zulässt.