Konvergenter Ansatz von RTI und Beeond Architekturplan für OPC UA, DDS und TSN im IIoT

RTI und Beeond haben einen Architekturplan zur Integration von OPC UA, DDS und TSN veröffentlicht.
RTI und Beeond haben einen Architekturplan zur Integration von OPC UA, DDS und TSN veröffentlicht.

Die Industrial-Connectivity-Unternehmen Real-Time Innovations (RTI) und Beeond haben einen Architekturplan zur Integration der Connectivity-Standards OPC Unified Architecture (UA), Data Distribution Service (DDS) und Time-Sensitive Networking (TSN) in industrielle Systeme veröffentlicht.

Der neue Ansatz kombiniert die Stärken der drei Standards und begegnet den komplexen Connectivity-Herausforderungen zukünftiger Automatisierungssysteme mit einer konvergenten Architektur. Die Architektur befasst sich mit der Interoperabilität zwischen Geräten und Systemen sowie mit der Erweiterbarkeit für die Integration zukünftiger großer und intelligenter Systeme. Ein technisches Whitepaper mit dem Titel „A Converged Approach to Standards for Industrial Automation” beschreibt den Plan detailliert. Es steht unter https://bit.ly/2I4znYB bereit.

Die von RTI und Beeond vorgeschlagene technische Architektur zeigt einen Weg, um die Fertigung mit der Verwaltungsebene, Sensoren mit der Cloud und Echtzeitgeräte mit Arbeitszellen zu verbinden. Dafür lassen sich die Techniken OPC UA und DDS miteinander kombinieren, wobei es sich eher um eine Integration als um ein grundlegendes Re-Design handelt. Der Plan wurde von Dr. Gerardo Pardo, Chief Technology Officer bei RTI, Fernando Garcia, Senior Software Engineer bei RTI, und Costantino Pipero, Gründer und Chief Technology Officer (CTO) von Beeond, gemeinsam verfasst.

»Durch die Nutzung der Leistung, die DDS und OPC UA bieten, können Unternehmen im gesamten IIoT ein höheres Maß an Sicherheit und Interoperabilität zwischen Systemen verwirklichen«, so Costantino Pipero. »Mit diesem Dokument laden wir alle, die Systeme und Connectivity-Techniken bauen, dazu ein, mitzuwirken und dies zu kommentieren.«

Die Kombination des objektorientierten Informationsmodells OPC UA und der Client-Server-Schnittstelle mit datenzentrischem DDS-Publish-Subscribe-Modell ermöglicht einen nahtlosen und sicheren Zugang zu allen Systeminformationen und unterstützt die nötigen Modelle für den Informationsaustausch. Das Whitepaper beschreibt einen Weg, um rasch die erforderlichen Standards und Techniken für Produkte und Lösungen zu nutzen. Herstellern eröffnet die vorgeschlagene Integration die Chance, zügig entsprechende Angebote zu offerieren, ob für das Nachrüsten einer Fabrik oder den kompletten Neuentwurf eines Systems.

Hintergrund des neuen Architekturplans ist, dass das Industrial Internet Consortium (IIC) in seinem Industrial Internet Connectivity Framework (IICF) eine Referenzarchitektur für industrielle IoT-Connectivity vorstellt und darin Standards wie OPC UA und DDS empfiehlt. Die beiden Standards betreffen jeweils die Integration, unterscheiden sich jedoch in ihrer Ausrichtung zwischen Hardware (OPC UA) und Software (DDS). Während DDS die gemeinsame Nutzung von Daten zwischen Software-Applikationen über komplexe Systeme und Subsysteme hinweg optimiert, bietet OPC UA wertvolle Domain-Informationsmodelle, die sowohl auf physischer als auch auf Software-Ebene nützlich sind.