VDMA-Fachverband Robotik+Automation 7 Prozent Umsatzwachstum im Jahr 2015

Der Umsatz der im VDMA vertretenen deutschen Robotik- und Automatisierungs-Branche von 2005 bis 2015
Der Umsatz der im VDMA vertretenen deutschen Robotik- und Automatisierungs-Branche von 2005 bis 2015

Die deutsche Robotik- und Automatisierungs-Branche hat 2015 ein neues Rekord-Umsatzvolumen von 12,2 Mrd. Euro erzielt, 7 Prozent mehr als im Vorjahr. Für das laufende Jahr prognostiziert der zuständige VDMA-Fachverband Robotik+Automation einen neuen Umsatzrekord von 12,5 Mrd. Euro (plus 2 Prozent).

Aufgeschlüsselt nach Regionen lagen die größten Umsatzanteile 2015 mit 45 Prozent im deutschen Heimatmarkt. Innerhalb Europas (ohne Deutschland) erzielte die Branche 24 Prozent ihres Umsatzes. Größter ausländischer Einzelmarkt für die Branche ist China mit einem Umsatzanteil von 11 Prozent. Nordamerika liegt mit 9 Prozent an zweiter Stelle. Seit 2010 ist der Exportanteil der Branche kontinuierlich auf zuletzt 55 Prozent gestiegen.

Der Einsatz von Robotern nimmt weltweit seit Jahren stark zu. Zwischen 2010 und 2015 wurden rund 1,1 Mio. neue Industrieroboter installiert, wie die International Federation of Robotics (IFR) berichtet. Die Nachfrage nach Robotern wird den IFR-Prognosen zufolge auch in den kommenden Jahren sehr dynamisch verlaufen. Bis 2018 werden in den Fabriken der Welt 2,3 Mio. Industrieroboter installiert sein, was einem durchschnittlichen Wachstum des Roboterbestands von jährlich 12 Prozent (2016-2018) entspricht.

Auch der VDMA ist davon überzeugt, dass die fortschreitende Digitalisierung und Automatisierung der Produktion die Arbeitswelt verändert: »In Zukunft werden menschliche und maschinelle Fähigkeiten intelligenter kombiniert als jemals zuvor«, erläutert Dr. Norbert Stein, Vorstandsvorsitzender des VDMA-Fachverbands Robotik+Automation. »Das wird nicht nur die Produktivität erhöhen, sondern auch die Qualität der Arbeitsplätze deutlich verbessern.« Durch »smarte« Assistenzsysteme ließen sich Handarbeitsplätze in der variantenreichen Montage ergonomischer und fehlerfrei gestalten. Mit der Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) werde der Roboter zum Assistenten des Werkers. Während einfache, repetitive und körperlich anstrengende Tätigkeiten zunehmend automatisiert würden, werde der Mensch mit seiner besonderen Urteilsfähigkeit, Flexibilität und Kreativität auch in Zukunft die zentrale Rolle spielen. Die Kombination von menschlichen Fähigkeiten und Robotik sei ein Erfolgsrezept und spiegele sich beispielsweise bei den deutschen Autoherstellern wider: Zwischen 2010 und 2015 wuchs der Roboterbestand der deutschen Automobilindustrie um 17 Prozent, während die Beschäftigtenzahl um 13 Prozent zunahm.