RFID- und NFC-Transponder 20 Jahre Smart-Tec

Klaus Dargahi (mit Brille) und Andreas Schrägle können auf 20 Jahre Smart-Tec zurückblicken.
Klaus Dargahi (mit Brille) und Andreas Schrägle können auf 20 Jahre Smart-Tec zurückblicken.

Smart-Tec, Hersteller kundenindividueller RFID- und NFC-Transponder und Teil der Rathgeber-Gruppe, feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen. Klaus Dargahi, Geschäftsführer von Smart-Tec, und Andreas Schrägle, Geschäftsführender Inhaber der Rathgeber-Gruppe, blicken zurück und nach vorne.

Markt&Technik: Mit welcher Intention haben Sie, Herr Schrägle, 1999 Smart-Tec gegründet?

Andreas Schrägle: Rathgeber stellt nun seit über 70 Jahren kundenindividuelle Kennzeichnungslösungen wie etwa Logos, Embleme und Schriftzüge her. Dabei stehen meist Formschönheit, Ästhetik und Haptik im Mittelpunkt. Unsere Produkte können beispielsweise Kühlschränke, Skier, Maschinen und Reisekoffer verschönern.

Mein Wunsch und meine Vision war, diese schönen Embleme auch noch intelligent zu machen. Die Verbindung von Schönheit und Intelligenz schien mir eine optimale Kombination zu sein, um Rathgeber in eine sichere und erfolgreiche Zukunft zu führen. Diese Vision war die Geburtsstunde von Smart-Tec.


Vor über 13 Jahren haben Sie, Herr Dargahi, die Geschäftsführung übernommen. Welches Potential haben Sie in Smart-Tec gesehen?

Klaus Dargahi: Ich selbst bin seit über 20 Jahren mit Themen rund um die RFID- und NFC-Technologie beschäftigt. Smart-Tec war mir deshalb schon als kompetenter Marktbegleiter bekannt. Weil Fertigungsverfahren vom Digitaldruck über Vergusstechnologien, Lasern und Siebdruck bis hin zum Hochfrequenzschweißen im Haus verfügbar sind, können wir RFID- und NFC-Produkte aus den unterschiedlichsten Materialien entwickeln und produzieren. Dies war von Beginn an eine Marktnische, die wir mittlerweile ausgebaut und erfolgreich besetzt haben.


Können Sie sich noch an Ihren ersten Kunden erinnern?

Klaus Dargahi: Ja, sehr gut. Unser erstes Projekt war eine RFID-basierte Wartungs-, Instandhaltungs- und Inventarisierungslösung für die Berliner Wasserbetriebe. Die Anforderungen an den RFID-Transponder waren hinsichtlich Temperaturbeständigkeit, Witterungseinflüsse, Klebkraft und chemischen Belastungen so hoch, dass eigentlich nur Smart-Tec als Lieferant in Frage kam. Für die Berliner Wasserbetriebe wurde ein individueller, auf die Anforderungen und Bedürfnisse des Kunden abgestimmter RFID-Transponder entwickelt, der noch heute im Einsatz ist.


Wie unterstützt Smart-Tec seine Kunden bei der Umsetzung von Industrie 4.0 und IoT?

Klaus Dargahi: Seit über 20 Jahren analysieren wir Unternehmensprozesse und inwieweit die RFID-Technologie sie schneller, kostengünstiger, rückverfolgbarer und sicherer machen kann. Dabei geht es in erster Linie um Produktions-, Instandhaltungs-, Wartungs-, Inventarisierungs-, Lager- und Logistikprozesse.

Die Prüfung der innerbetrieblichen Prozesse und die damit zu erzielende Effizienzsteigerung ist eine der entscheidenden Aufgaben zur erfolgreichen Umsetzung von Industrie 4.0 und IoT. Die RFID- und NFC-Technologie ist die wichtigste Querschnittstechnologie im Kontext von Industrie 4.0 und IoT. Früher waren wir ein Anbieter von RFID-Lösungen, doch nun sind wir ein Partner und Berater für die erfolgreiche Implementierung von Industrie 4.0 und IoT - auch wenn die grundsätzlichen Aufgaben seit über 20 Jahren gleich geblieben sind.