RFID- und NFC-Transponder 20 Jahre Smart-Tec

Die NFC-Technologie hat den Durchbruch gebracht

Herr Schrägle, ist Ihr Traum von intelligenten Produkten in Erfüllung gegangen?

Andreas Schrägle: Ja und nein. Wenn man früh auf eine Technologie setzt und Pionier ist, braucht man viel Zeit und Geduld. Wir alle wissen, dass sich der RFID-Markt stetig entwickelt hat, jedoch nicht in der Geschwindigkeit, wie man es sich als Inhaber und damit als Investor wünscht. Smart-Tec hat viel zur Marktentwicklung und -gestaltung in den letzten 20 Jahren beigetragen und viele RFID-Projekte initiiert, begleitet und umgesetzt. So hat die RFID-Technologie den Schritt vom reinen B2B- zum B2C-Markt vollzogen.

Den richtigen Durchbruch für schöne und intelligente Kennzeichnungslösungen hat jedoch die NFC-Technologie gebracht. Sie lässt sich über mobile Endgeräte wie Smartphones oder Tablets lesen.

Viele Kunden der Rathgeber-Gruppe, die Embleme und Schriftzüge von uns beziehen, fragen nach der Integration von NFC-Technologie - mit dem Ziel, ihren Kunden auch nach dem Kauf einen Mehrwert bieten zu können.


Welche Entscheidungen waren die wichtigsten auf dem Weg zum Experten für RFID- und NFC-Technologie?

Klaus Dargahi: Als ich vor 13 Jahren bei Smart-Tec begonnen habe, waren wir zu zweit. Mittlerweile beschäftigen sich in der gesamten Rathgeber-Gruppe über 20 Personen mit der Entwicklung, der Produktion und dem Vertrieb von RFID-Produkten. Kompetente und visionäre Mitarbeiter haben das Wachstum ermöglicht. Aber auch gute Referenzprojekte, ein stabiles Netzwerk von Partnern, Lieferanten und Kunden, langjährige Mitarbeit als Vorstand des Industrieverbandes AIM, schnelle Produktentwicklungszyklen und mutige Investitionen haben einen großen Beitrag dazu geleistet.


Was war die jüngste Investition von Smart-Tec?

Vor kurzem haben wir in eine neue Codiermaschine investiert, die komplexe Anforderungen in puncto Individualisierung optimal umsetzt. Sie ist in der Fertigung am Standort Mindelheim installiert und wird für die Personalisierung von RFID- und NFC-Labels eingesetzt. Die Maschine kann RFID- und NFC-Labels in den Frequenzbereichen HF und UHF nachträglich individuell bedrucken und codieren. Möglich sind viele kundenindividuelle Spezifikationen – von farbigen Kundenlogos über statische und dynamische ein- und zweidimensionale Codes bis hin zu Serien- oder Zufallsnummern.

Die Maschine beherrscht alle gängigen 1D- und 2D-Codierarten. Im Vergleich zur Herstellung kompletter RFID- und NFC-Labels in einem Produktionsdurchgang, wie es häufig der Fall ist, lässt sich mit ihr die Chipcodierung vom eigentlichen Herstellprozess entkoppeln. Dies bringt den Vorteil, dass RFID- und NFC-Labels kostengünstig vorproduziert und erst in einem zweiten Schritt nachträglich personalisiert, individualisiert und codiert werden können.


Wagen wir den sprichwörtlichen Blick in die Glaskugel. Welche Marktposition bezieht Smart-Tec Ihrer Meinung nach in den nächsten fünf Jahren?

Klaus Dargahi: Ich bin der Überzeugung, dass wir uns noch stärker als Branchenspezialist etablieren werden. Den organisatorischen Grundstein haben wir schon vor einigen Jahren gelegt. Mittlerweile sind wir in den Bereichen Bahn, Bahnzulieferer und Bahnbetreiber ein anerkannter RFID-Spezialist. Auch im Bereich Arbeitssicherheit und persönliche Schutzausrüstung sind wir eine bekannte Größe. Es zeichnen sich bereits weitere Branchen ab, die optimal zu unseren RFID- und NFC-Kompetenzen passen, nämlich die Bauindustrie und die holzverarbeitende Industrie - um nur zwei Beispiele zu nennen.

Andreas Schrägle: Ein weiteres, fast unerschöpfliches Potential bietet die NFC-Technologie. Nahezu alle Kunden der Rathgeber-Gruppe sind dafür eine vielversprechende Zielgruppe.