Versorgungslücken schließen mit neuen Funk-Breitband-Zugängen

Die Bundesnetzagentur hat jetzt zusätzliche Frequenzen im Frequenzbereich 5.755 MHz - 5.875 MHz für Broadband Fixed Wireless Access (BFWA) freigegeben.

BFWA steht für breitbandige, ortsfeste Funkstrecken, mit denen z. B. von einem Netzknoten ausgehend Verbindungen mit dem Internet für andere Teilnehmer realisiert werden können, und zwar im Punkt-zu-Punkt-Betrieb oder im Punkt-zu-Mehrpunkt-Betrieb oder auch in gemischten Betriebsarten. Die Frequenzen wurden im Rahmen einer Allgemeinzuteilung bereitgestellt.

Eine flächendeckende Versorgung mit schnellen Internetzugängen konnte von den Marktteilnehmern bis heute nicht erreicht werden. Insbesondere in ländlichen Gebieten ist diese für alle Kreise der Bevölkerung sowie für Industrie, Gewerbe und Handel zukunftsweisende Technologie häufig noch nicht verfügbar. "Insoweit kann mit diesem zugeteilten Frequenzband eine weitere Lücke in der Versorgung mit schnellen Netzzugängen geschlossen werden", so der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth.

Um eine nachhaltige und effiziente Frequenznutzung zu gewährleisten, dürfen die Frequenzen nur in Verbindung mit gewerblichen Angeboten für öffentliche Netzzugänge genutzt werden, nicht aber für private oder firmeninterne Zwecke. Die Anbieter unterliegen lediglich einer Meldepflicht gemäß § 6 des Telekommunikationsgesetzes (TKG). Eines förmlichen Antrags und einer Genehmigung bedarf es nicht. Somit fallen für die Betreiber auch keine Verwaltungsgebühren an.

Auf Grund der Reichweiten, die durch die technischen und betrieblichen Nutzungsbestimmungen gekennzeichnet sind, dürfte dieses Spektrum vorwiegend für solche Unternehmen interessant sein, die breitbandige Netzzugänge, z. B. schnelle Internetzugänge, für eher kleinräumige Gebiete anbieten möchten. Je nach den örtlichen Gegebenheiten können das in günstigen Fällen einige Straßenzüge oder gegebenenfalls kleinere Ortschaften sein. Mit den nunmehr bereitgestellten Frequenzen lassen sich somit die bestehenden Angebote, z. B. DSL und WIMAX, sinnvoll ergänzen.

Innerhalb des Frequenzbereichs 5755 – 5875 MHz werden u.a. militärische Radare und Anwendungen des Festen Funkdienstes über Satelliten (Richtung Erde – Weltraum) betrieben.BFWA-Funkanwendungen dürfen diese Funkanwendungen nicht stören und müssen ggfs.
mit betrieblichen Einschränkungen rechnen.

Die Allgemeinzuteilung der neuen Frequenzen ist bis zum 31.12.2017 befristet.