Texas Instruments: Bestellungen von Chips für Handys rückläufig

Der US-Halbleiterhersteller Texas Instruments musste trotz Gewinnanstiegs im dritten Quartal den Börsenanlegern eine zurückhaltende Umsatzprognose für die kommenden Monate geben.

Grund dafür seien vor allem die rückläufigen Bestellmengen in der Fertigung von Chips für die drahtlose Kommunikation. Am schwersten wiegt der Entschluss Nokias, verstärkt auf Broadcom und STMicroelectronics als Zulieferer von Handy-Chips zu setzen. Der schwedische Konzern Ericsson, der Komponenten für 3G-Basisstationen bisher ausschließlich bei Texas Instruments einkaufte, schloss außerdem Verträge mit einem zweiten Anbieter.

Insgesamt verzeichne man jedoch eine solide Nachfrage-Entwicklung. Bisher gebe es keine Anzeichen dafür, dass die Ausgaben der Kunden auch in anderen Bereichen reduziert würden, so TI-Finanzchef Kevin March.

Für die letzten drei Monate wies das Unternehmen einen Nettogewinn von 776 Millionen Dollar oder 54 Cent je Aktie aus. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres wurden 702 Millionen Dollar oder 46 Cent je Aktie erreicht. Der Überschuss lag über den Analystenprognosen, die von 50 Cent Gewinn je Aktie ausgingen.

Der Umsatz fiel um 2,6 Prozent von 3,76 Milliarden Dollar auf 3,66 Milliarden Dollar. Im laufenden vierten Quartal will Texas Instruments einen Umsatz zwischen 3,4 Milliarden Dollar und 3,68 Milliarden Dollar erreichen. Der Gewinn soll bei 48 bis 54 Cent je Aktie liegen.