Smartphones Samsung stößt Apple vom Thron

Zum ersten Mal in einem Quartal hat es Samsung geschafft, weltweit die meisten Smartphones zu verkaufen. Dabei zogen die Südkoreaner deutlich an der Konkurrenz vorbei. Apple fiel dabei weit zurück, zumindest vorerst.

Den Marktforschern von IHS iSuppli zufolge, konnte Samsung im dritten Quartal dieses Jahres 27,3 Millionen Smartphones verkaufen. Diese Zahl ist beachtlich, denn damit konnte der südkoreanische Konzern im Vergleich zum zweiten Quartal um ganze 43,7 Prozent zulegen. Relativ weit abgeschlagen auf Platz 2 rangiert der bisherige Spitzenreiter Apple mit 17,1 Millionen verkauften Smartphones. Das sind knapp 16 Prozent weniger als im zweiten Quartal. Insgesamt hält Samsung jetzt einen Smartphone-Marktanteil von 23,2 Prozent, Apple hält 14,6 Prozent.

Das starke Wachstum von Samsung im Vergleich zu Apple hat zwei Gründe. Zum einen deckt Samsung vom Niedrig-Preis-Smartphone bis zum High-End-Produkt eine höhere Bandbreite als Apple ab, das lediglich das iPhone hat.

Was aber wohl viel entscheidender ist: viele potentielle iPhone-Käufer haben das dritte Quartal abgewartet, um auf das neue iPhone 4S zu warten. So einer Kaufzurückhaltung vor einem neuen Modell, hätte in der Vergangenheit stets eine besonders hohe Nachfrage gefolgt, sobald das neue Model da ist, so Wayne Lam von IHS iSuppli. Die Zahlen scheinen das zu belegen. Allein am ersten Wochenende, an dem das neue iPhone 4S in den Läden war, hätte Apple 4 Millionen davon verkauft. Insgesamt gehen die Marktforscher von 30 Millionen verkauften iPhones im vierten Quartal aus.

Somit wird es im vierten Quartal wohl zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Apple und Samsung um die Marktführerschaft bei den Smartphones kommen.

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Die Smartphones der Top 3

Samsung, Apple und Nokia sind die größten Smartphone-Hersteller. Hier ihre aktuellsten Modelle.

Positive Nachrichten gibt es seit Längerem mal wieder vom einstigen Marktführer Nokia. So gelang es  dem Unternehmen im dritten Quartal den Negativtrend zu stoppen und erstmals in diesem Jahr wieder mehr Smartphones zu verkaufen.

So konnten die Finnen 16,8 Millionen Smartphones absetzen und damit 0,6 Prozent mehr als im zweiten Quartal. Somit hat Nokia den dritten Platz gegenüber dem aufstrebenden taiwanischen Hersteller HTC behauptet. Allerdings wurde den Marktforschern zufolge dieser Trend durch Preissenkungen und damit eine niedrigere Profitabilität »erkauft«. Im Schnitt waren die Nokia-Smartphones um 7,8 Prozent billiger als noch im Vorquartal.

Gute Chancen räumt IHS iSuppli dem neuen Betriebssystem Windows Phone 7.5 ein, mit dem Nokia seine neuen Smartphones im vierten Quartal ausstattet. Damit könnte sich die Lage für den einstigen Marktführer weiter verbessern.