Deutscher WiMAX-Netzaufbau kostet 500 Mio. Euro

Das in Deutschland erwartete bundesweite WiMAX-Funknetz soll etwa 10000 Basisstationen umfassen und rund 500 Mio. Euro kosten.

Von den drei deutschlandweit tätigen WiMAX-Frequenzeignern (Clearwire, ein US-Unternehmen, Inquam Broadband, ein Startup aus Köln und DBD Deutsche Breitbanddienste mit Sitz in Heidelberg) ist zu erwarten, dass sie einen zügigen Netzaufbau anstreben und spätestens gegen Ende 2007 mit WiMAX-Angeboten auf den Markt kommen.

Bis Ende 2009 müssen in jedem Versorgungsgebiet 15 Prozent der Gemeinden abgedeckt sein, bis Ende 2011 sogar 25 Prozent. Ein bundesweites Netz benötigt etwa 10000 Basisstationen. Der Aufbau wird Schätzungen zufolge 500 Mio. Euro kosten. Der jährliche Betrieb wird mit Kosten von 160 Mio. Euro geschätzt.

Die Funkanbieter konkurrieren nicht nur untereinander, sondern auch gegen die Mobilfunkbetreiber mit UMTS und HSDPA sowie die DSL-Provider. Die WiMAX-Anbieter werden allerdings bei weitem nicht so viele Breitband-Anschlüsse anbieten können wie die Kabel-DSL-Provider. Allerdings ist damit zu rechnen, dass die WiMAX-Angebote vor allem in ländlichen Regionen ein Renner sein werden, weil dort Breitband-Angebote wegen der großen Entfernungen und dementsprechend hohen Kabeldämpfungen seltener sind.

Letztlich werden die portablen Nutzungen einen beachtlichen Anteil im WiMAX-Markt haben, so ist 2008 mit den ersten WiMAX-fähigen Notebooks zu rechnen. Und schon ab 2009 soll es Handys mit WiMAX geben. Vor allem Intel ist eine markante Triebfeder im ganzen WiMAX-Geschehen - die Laptop-Chipsätze des weltgrößten Halbleiterherstellers sollen schon bald auch die Funktionen dieser drahtlosen Datenübertragungstechnologie beherrschen.