CSR und Motorola gründen EGPS-Forum

Die Mobilkommunikations-Firmen CSR und Motorola haben das EGPS-Forum gegründet, mit dem Ziel, die so genannten »Location Based Services« zu verbessern und das Vordringen in den Mobilgeräte-Markt zu forcieren.

So sollen etwa Lokalisierungs-Aufgaben in Umgebungen möglich werden, die für den Empfang von GPS-Satellitensignalen nicht optimal sind, beispielsweise Straßenschluchten oder in Häusern selbst. Gerade in schwierigen Umgebungen wäre etwa für die Information von Rettungsdiensten eine genaue Position der Verletzten eine wesentliche Verbesserung.

Die ersten Aktivitäten des Forums, zu dem nach Angaben der Gründerfirmen auch Telekommunikationsanbieter, Geräte- und Halbleiterhersteller sowie Netzbetreiber eingeladen sind, befassen sich mit der Entwicklung von Hybridbausteinen. Diese sollen zusätzlich zum GPS-Signal auch anhand von Zeit- und Laufzeitdaten von Basisstationen gewonnene Triangulations-Informationen auswerten, um so die Genauigkeit der GPS-Positionsbestimmung zu verbessern. Beziehungsweise soll es möglich sein, die Lokalisierung in Gebäuden, wo Satellitenempfang gänzlich unmöglich ist, überhaupt erst zu realisieren. Das Ganze lässt sich möglicherweise auch mit so genannten »automatischen Hilferufen« kombinieren, wie sie in den USA bereits für Kfz im »911-Dienst« üblich sind. Hier werden bei einem Unfall anhand eines Crash-Sensors (zum Beispiel Airbag-Auslösung) automatisch die Rettungsdienste mit einer genauen Positionsangabe versorgt. Für einzelne Personen könnte dies auch auf Basis von »Sturz-Sensoren« geschehen - in Häusern allerdings wären Rettungsdienste auf Positionsangaben wie beispielsweise aus Mobilfunk-Triangulationen angewiesen.