Bank bewirbt sich für WiMAX-Lizenz in Japan

Ein Konsortium unter Leitung der Softbank in Tokio will sich für eine der beiden Lizenzen zum Betrieb eines WiMAX-Netzes in Japan bewerben.

Man wolle bis zum Jahr 2015 rund 2,1 Milliarden Dollar investieren, wenn man die entsprechende Genehmigung erhalte, hieß es. Damit stehen inzwischen vier Bewerber für die beiden Bandbereiche fest, die das Telekommunikationsministerium ausgeschrieben hat.

Bereits Mitte September hatte ein Joint Venture unter Beteiligung des Telekommunikationskonzerns KDDI sein Interesse an einer Lizenz bekundet. In dem Konsortium arbeiten außerdem der Chip-Hersteller Intel, das japanische Bahnunternehmen East Japan Railway sowie drei weitere Firmen.

Eine dritte Gruppe, in der neben einigen kleineren Providern auch Investmentfirmen angeschlossen sind, wird von NTT DoCoMo und dem DSL-Anbieter Acca Networks angeführt. Willcom, der Betreiber eines PHS-Mobilfunknetzes, versucht als einziges Unternehmen, eigenständig eine Lizenz zu erhalten.

Das Versteigerungsverfahren soll zum Jahresende abgeschlossen sein. Der Dollar-Preis für beide Lizenzen wird voraussichtlich in zweistelliger Millionenhöhe liegen. In Deutschland versteigerte die Bundesnetzagentur Ende 2006 für insgesamt etwa 56 Millionen Euro zusätzliche schnelle drahtlose Internetzugänge.

Das japanische Telekommunikationsministerium fordert von allen Bewerbern binnen drei Jahren den Start der ersten kommerziellen Dienste. NTT DoCoMo und Softbank streben sogar einen früheren Launch in 2009 an.

Die Infrastruktur wird auf einer Mobile-Version des WiMAX-Standards basieren. In Zügen, die mit einer Geschwindigkeit von 100 Kilometern pro Stunde fahren, sollen Bandbreiten von 20 Megabit pro Sekunde erreicht werden.