Bandfilter-Baustein für das SDR

NEC und dessen Halbleitersparte NEC Electronics haben gemeinsam einen LSI-Baustein (Large Scale Integration) vorgestellt, mit dem auf einer Grundfläche von 0,57 mm² ein analoger Bandfilter realisiert wurde, dessen Charakteristik sich in weiten Grenzen einstellen lässt.

In einem Frequenzbereich von 400 kHz bis 30 MHz lassen sich damit nach Angaben der Hersteller verschiedene Bandfiltertypen konfigurieren, darunter Butterworth-, Tschebyscheff- und Cauer-Filter. Die Umschaltung zwischen den verschiedenen Bandfiltertypen erfolgt durch eine Änderung der Pulsbreite des Steuersignals. Der Bandfilter-Baustein kann daher für sämtliche Funk-Standards in den Empfängern als ZF-Filter eingesetzt werden, ohne dass die Hardware modifiziert werden muss. Dazu zählen für die verschiedenen Mobilfunkstandards, WLAN und WPAN (Wireless Personal Area Networks), digitaler Rundfunk und der GPS-Standard. Der parallele Aufbau von Bandfiltern etwa in Multi-Standard-Handys, auf die je nach Empfangsverfahren umgeschaltet wird, entfällt.

Nach Angaben des Herstellers stellt dieser konfigurierbare Filter einen wesentlichen Baustein für die Realisierung eines »Software Defined Radio« (SDR) dar. Bei einem solchen »Universalempfänger« ist die Signalverarbeitung-Hardware so ausgelegt, dass sie per Software auf jeden beliebigen Übertragungsstandard umkonfiguriert werden kann. Damit ließen sich dann Empfangsgeräte bauen, die sich per Software für jeden beliebigen Funkübertragungsstandard konfigurieren ließen.