Schwerpunkte

Trends im Training

24. Januar 2008, 10:40 Uhr   |  Christine Demmer, Markt&Technik


Fortsetzung des Artikels von Teil 1 .

Trainings dauern lieber kurz als lang

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Trainings dauern lieber kurz als lang
Denn wenn es um die Vermittlung von Wissensinhalten geht, sind die HR-Verantwortlichen längst auf den Pfad der ökonomischen Vernunft zurückgekehrt. Weil einerseits die Kosten drücken, finden Trainings, Seminare und Workshops überwiegend im Betrieb statt und dauern lieber kurz als lang. Und weil das Lernen andererseits nicht im luftleeren Raum stattfinden, sondern einen deutlichen Bezug zur Arbeit haben soll, binden die Personaler die eigenen Führungskräfte heute stärker in die Weiterbildung der Mitarbeiter ein. Von ihnen erwarten die Bildungsplaner deutliche Hinweise, auf welchen Feldern Müller, Meier und deren Kollegen fit zu machen sind. Weiterbildung und tägliche Arbeit sollen enger miteinander verzahnt, die Kompetenzen der einzelnen Mitarbeiter weiterentwickelt werden. Im Vordergrund des betrieblichen Lernens steht nicht mehr »ich weiß«, sondern »ich kann«, gleichauf mit der Motivation: »Ich will!«

Zu diesem Schluss kommt die Learntec-Trendstudie Bildungsmanagement, die die Learntec und das Swiss Centre for Innovations in Learning (SCIL) kürzlich in St. Gallen vorgestellt haben. 70 Bildungsmanager aus deutschen und Schweizer Unternehmen wurden danach befragt, welche Themenbereiche ihnen am Herzen liegen und welche Aktivitäten innerhalb dieser Handlungsfelder sie vorantreiben wollen.

Das überraschende Ergebnis: Das einstige Trendthema Bildungstechnologie - E-Learning, Präsenztraining, Blended Learning? - hat dem Wunsch Platz gemacht, eine nachhaltige Lernkultur im Unternehmen zu schaffen. Die größte Herausforderung besteht nach Angaben der Personaler darin, Führungskräfte gezielt dazu zu motivieren, den Lernprozess ihrer Mitarbeiter zu fördern. 69 Prozent der Befragten messen dieser Anforderung die höchste Bedeutung bei. 66 Prozent finden es sehr wichtig, Führungskräfte als Coaches oder Mentoren in den Lernprozess mit einzubeziehen. Dr. Karsten Turck sieht das genau so: »Jeder Vorgesetzte bei uns hat die Aufgabe und Verantwortung, Talente und Potenziale zu erkennen und alle Mitarbeiter gemäß ihren Fähigkeiten zu fördern«, sagt der Vice President Human Resources von Arrow Central Europe. Nicht aus Lust und Laune heraus, sondern vor dem Hintergrund einer glasklaren betriebswirtschaftlichen Überlegung: »People Management bedeutet in erster Linie das Erkennen und Managen von Performance und Potenzialen, um diese optimal einsetzen zu können.«

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1. Trends im Training
2. Trainings dauern lieber kurz als lang
3. Wertschöpfungsbeitrag einer Qualifizierung
4. Weiterbildung als sinnvoll einstufen

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