Trends im Training

Die betriebliche Weiterbildung hat wieder Bodenhaftung gewonnen. Für Kletterpartien, Orientierungsläufe und Survival-Camps geben die Arbeitgeber kaum mehr Geld aus. Trainiert wird heute nur noch, was die Mitarbeiter am Arbeitsplatz tatsächlich brauchen: Selbstmotivation und Kompetenzen. Und was sie damit liefern sollen: Leistung.

Rund 700 Euro pro Jahr und Mitarbeiter spendieren deutsche Firmen im Schnitt für betriebliche Weiterbildung. Immer mehr Unternehmen erkennen, dass das zu teuer ist für sportliche Lockerungsübungen unter freiem Himmel, die angeblich den Teamgeist heraufbeschwören, Konflikte in die Büsche schlagen und die Motivation befeuern. Denn erkundigt man sich ein paar Monate nach dem Outdoor-Training, was sich zwischenzeitlich verändert habe, so erschöpft sich die Antwort meist in ratlosem Schulterzucken. Müller und Meier giften sich noch immer an, und das Motivationsflämmchen der Truppe ist längst im feuchten Waldboden erstickt.

Bei Texas Instruments wird deshalb das klassische Outdoor-Training nur sehr spezifisch und zielgerichtet für die Teamentwicklung eingesetzt. »Etwa 80 Prozent der angeboten Trainings finden intern statt«, sagt Unternehmenssprecherin Anke Pickhardt, »die restlichen 20 Prozent verteilen sich auf Symposien, Seminare und Tagungen oder auf Kurse bei Herstellern von Maschinen oder Produkten.«