Meyer-Burger, Oerlikon und centrotherm mit skeptischem Ausblick PV-Maschinenbauer konsolidieren und entlassen

Im März veröffentlichen viele PV-Maschinenbauer ihre Zahlen für 2011 und ihren Ausblick für 2012 - teils mit einschneidenden Folgen: Oerlikon stößt seine Solarsparte ab, centrotherm entlässt 300 Mitarbeiter in Blaubeuren und verlagert das Dünnschicht-Geschäft nach Asien, Meyer-Burger will weltweit 15 Prozent des Personals abbauen.

Im letzten Jahr verbuchte der PV-Maschinenbau noch Umsatzzuwächse im zweistelligen Bereich, centrotherm beispielsweise steigerte seinen Umsatz nach vorläufigen Zahlen um 11,9 Prozent auf 698,5 Mio. Euro. Die Meyer Burger Gruppe legte beim Nettoumsatz sogar um 59 % zu und übersprang mit 1,3 Mrd. CHF die Milliarden-Marke. Auch Oerlikon konnte für seine Solarsparte eine Umsatzsteigerung vermelden: Der Umsatz stieg um 27 % auf CHF 323 Mio. (2010: CHF 254 Mio.), das allerdings nur weil bestehende Aufträge abgearbeitet wurden. Der Bestelleingang hingegen lies zu wünschen übrig: Obwohl Oerlikon Solar im ersten Halbjahr 2011 den ersten Auftrag aus Asien für eine komplette 120-Megawatt ThinFab-Produktionslinie erhielt, sank der Bestellungseingang 2011 um 12 % auf CHF 202 Mio. (2010: CHF 230 Mio.), der Bestellungsbestand ging auf CHF 130 Mio. zurück.

Manz meldete vorläufig für das Solargeschäft im letzten Jahr ebenfalls ein Umsatzplus von 10,5%. Das entspricht einem Umsatz von 72,6 Mio. Euro. Insgesamt fuhr Manz mit 240,5 Mio. Euro sogar ein Rekordergebnis ein - Dank des starken Standbeins des Konzerns in der Flachdisplay-Fertigung. Einen Ausblick für 2012 und die endgültigen Zahlen will Manz am 28. März herausgeben.