Zwischen Frauenquote und Technik-Gen Lesermeinungen zum Frauenmangel in der Technik

Warum studieren so wenige Frauen Elektrotechnik? Diese Frage stellten wir unseren Lesern im letzten Karriere-Newsletter. Hier eine kleine Auswahl der Lesermeinungen, die wir erhalten haben.

»Warum soll es schlechter sein, wenn Frauen nicht in der Technik zu Hause sind?«

Leser A. K.

Meine Meinung zu dem »Mangel« an Frauen in Elektrotechnik oder auch anderen Technik-Bereichen ist eigentlich ziemlich einfach: Frauen sind anders als Männer und deshalb interessieren sich einfach weniger für technische Belange.

Viele Studien haben inzwischen belegt, dass Mann und Frau grundsätzlich unterschiedlich sind. Trotzdem wird irgendwie doch immer versucht, diesen Unterschied wegzudiskutieren und alle Menschen gleich zu machen und diese Menschen auch in gleiche Berufsbilder zu »zwängen«.

Vielleicht wäre ein besserer Ansatz, zu überlegen, welche Möglichkeiten die Unterschiede zwischen Mann und Frau bringen könnten und daraufhin die Menschen zu fördern. Warum gibt es eigentlich keine Fördermaßnahmen dafür, dass z.B. mehr Männer in typische Frauenberufe gehen. Zum Beispiel Grundschullehrer oder Sekretärin?

Hier gäbe es auch viele Nachholbedarf und Berufe, die aufgrund ihrer aufgeführten »Gender-Aspekte« für Männer förderungswürdig wären.

Ich denke in den Aktionen »Frauen in die Technik« werden Kapazitäten gebündelt für Sachen, die eigentlich erfolglos sind (was ja ihre aufgeführten Beispiele auch belegen). Was könnte man mit den Geldern und der Arbeitskraft denn alles machen, die hier offensichtlich in den Wind geblasen werden?

Männer haben einfach Spaß daran alles schneller, größer, praktischer oder was auch immer zu machen. Wobei Frauen doch eher in andere Richtungen tendieren.

Ich will jetzt nicht das typische Rollenverständnis proklamieren, aber warum sollte es denn schlechter sein, wenn Frauen nicht in der Technik zu Hause sind?

Warum werden Klimmzüge und immense Anstrengungen von Hochschulen oder Firmen unternommen, um einen gegen Null gehenden Anteil von Schulabgängerinnen für ein technisches Studium zu begeistern? Wäre es evtl. nicht besser, die männlichen Interessenten (und auch die wenigen sowieso schon interessierten Frauen) besser zu fördern und das gesparte Geld solcher Aktionen wie »Girls’Day« in eine anständige Bildung der schon Technikinteressierten zu stecken (Bücher, Messmittel, Weiterbildungen etc.)?

Jeder sollte studieren, was ihm zusagt und nicht durch irgendwelche »Werbemaßnahmen« von etwas überzeugt werden, was später womöglich bereut wird und deshalb ein Zweit- oder sogar ein Drittstudium zur Folge hat.

Quotenregelungen sind meinem Erachten nach völlig sinnlos, da mit solchen Regelungen auch viele Menschen »unterdrückt« und ausgeschlossen werden.

Ein reiner Frauenstudiengang? Mit 10 Studentinnen pro Jahrgang im Gegensatz dazu dann der Männerstudiengang mit 300 Studenten? Wer bekommt da wohl die bessere Ausbildung? Da werden eindeutig die Männer benachteiligt.

Womöglich gibt es auch noch Fördergelder vom Staat, damit mehr Frauen ins Technikstudium einsteigen und da profitieren dann die Frauen, die sowieso etwas Technisches studieren wollten und Männer, die sich das Studium finanziell evtl. nicht leisten können, werden dann gar nicht studieren, obwohl die gleiche Qualifikation vorliegt. So etwas darf doch nicht sein, oder?

Es ist an der Zeit, die unterschiedlichen Veranlagungen von Mann und Frau zu erkennen, zu akzeptieren und dann entsprechend zu fördern und nicht zu versuchen um jeden Preis die Veranlagungen auszublenden!