Zwischen Frauenquote und Technik-Gen Lesermeinungen zum Frauenmangel in der Technik

»Den Mädchen fehlt ein gewisser Spieltrieb«

Leser S.G.

so albern das klingen mag: der fehlende bzw. nicht stark ausgeprägte Spieltrieb ist meiner Meinung nach der Schlüssel zu der Frage, warum Frauen kein Interesse an einem MINT-Studium haben!

Man kennt das:

Es gibt irgendein Problem z. B. im Haushalt wie etwa der Haustechnik. Was macht der Mann: er denkt sich sofort eine Spielerei aus, wie man das Problem komfortabel und am Besten noch optimierbar aus der Welt schafft. Natürlich lötet der echte Kerl noch alles selbst, um dann ganz stolz der Frau oder Familie seine selbstentwickelte Lösung zu präsentieren.

Die Frau geht das anders an: Sie sieht sich nach Menschen mit ähnlichen Problemen um, nutzt das Wissen im Bezug auf die schon angegangene Lösung und kann die Problematik somit relativ schnell lösen.

Die größere Sozialkompetenz ermöglicht ein viel effektiveres Handeln als der verspielte Umgang mit solchen Problemen - aber somit entsteht zunehmend unser Problem, zu wenig Menschen mit Spieltrieb in ein naturwissenschaftliches Studium zu bewegen.

Der echte Ingenieur (bzw. die Ingenieurin) weiß schon als Kind, was er/sie mal werden will. Dazu muss er/sie nicht kurz vor oder nach dem Abitur überzeugt werden, er/sie ist überzeugt! Wie leicht oder schwer das Studium ist, ist dabei zuerst einmal zweitrangig!

Allerdings zeichnet sich eine Änderung ab: auch Jungs verlieren den Spieltrieb, wenn z. B. in deutschen Schulen immer noch der Werkunterricht oder naturwissenschaftliche Fächer schnell gekürzt werden können, Fächer wie bildende Kunst oder Religion dagegen unantastbar scheinen.

Die geringe Zahl der männlichen Lehrkräfte in Grundschulen prägen die jungen Menschen zudem noch eher mit weiblichen Verhaltensmustern, die in Richtung Sozialkompetenz tendieren.

Wie gesagt - nur eine Meinung ...