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So will die Elektronikbranche künftig arbeiten

20. Juli 2021,  12 Bilder

Smart Work Bosch Albert
© Bosch
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Für Bosch-Geschäftsführerin und Arbeitsdirektorin Filiz Albrecht waren unsere Fragen einfach zu beantworten: »Mobiles Arbeiten gehört bei Bosch seit vielen Jahren zum gelebten Berufsalltag«, sagt sie.

Bereits 2014 habe man eine weltweit gültige Konzernbetriebsvereinbarung zum mobilen Arbeiten beschlossen – diese bilde in der Pandemie wie auch für die Zukunft eine gute Basis. »Unsere langjährigen Erfahrungen kommen uns in der aktuellen Situation zugute – sowohl kulturell als auch bei der technischen Umsetzung“, sagt sie. Seit Ausbruch der Pandemie setzt Bosch verstärkt auf mobiles Arbeiten. Im Peak haben gut 130.000 der nahezu 400.000 Beschäftigten weltweit mobil gearbeitet.

Angesichts der Erfahrungen und Entwicklungen mit dem mobilen Arbeiten während der Corona-Pandemie arbeite Bosch derzeit gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern an einer »Smart Work“-Initiative. Ein globales Rahmenwerk für die Zeit nach Corona soll es den Mitarbeiter:innen »noch besser« ermög­lichen, selbst zu ent-scheiden, wie sie ihren Arbeitsalltag gestalten – jeweils im Einklang mit den Aufgaben und geschäftlichen Anforderungen. »Im Fokus steht das Ergebnis, nicht die Präsenz«, sagt Filiz Albrecht, »smart Work zielt darauf ab, das Beste aus beiden Welten zu vereinbaren«.

Im Abgleich mit dem Bosch-Konzept „Inspiring Working Conditions“ passe das Unternehmen seine Büroflächen an die Bedürfnisse der Mitarbeiter:innen an, um die kommunikativen Austauschprozesse in den Teams zu stärken und die bereichsübergreifende Zusammenarbeit zu fördern. Der direkte Austausch vor Ort ist schwer zu ersetzen Albrecht: »Unsere Erfahrungen zeigen, dass die Effizienz in der virtuellen Zusammenarbeit zunimmt.«

Aber geht das auch überall so reibungslos, etwa in der Produktion? »Allerdings könnten in einem Produktionsunternehmen nicht alle Aufgaben von zu Hause aus erle-digt werden, sagt Albrecht. »Zudem haben wir wahrgenommen, dass physisches Miteinander hilfreich ist, um Kreativität und Teamgeist zu erhalten. Interne Umfragen zeigen, dass die Nähe und der direkte Austausch unter Kolleginnen und Kollegen „live und in Farbe“ derzeit fehlen. Aus diesem Grund soll im Rahmen von Smart Work die richtige Mischung aus Onsite- und Offsite-Tätigkeiten pro Team und Aufgabe gefunden werden«.