Schwerpunkte

Ingenieure als Freelancer

10. Januar 2008, 12:55 Uhr   |  Christine Demmer, Markt+Technik


Fortsetzung des Artikels von Teil 4 .

Besuchen Sie Existenzgründungsseminare

Dabei genüge doch das Grundwissen eines guten Kaufmanns: »Wie kalkuliere ich meine Leistung? Welche Kosten kommen auf mich zu? Wie plane ich meinen Umsatz? Wie verkaufe ich?« Und wo, bitte, lernt man das, wenn man nicht gerade Wirtschaftsingenieurwesen studiert hat? »Ins Internet schauen und einen Unternehmer-Grundkurs belegen«, kommt wie aus der Pistole geschossen. Existenzgründungsseminare bieten staatliche Stellen, IHKs und Handwerkskammern, die Gründungsberatung der staatlichen KfW-Mittelstandsbank, Ingenieurvereine und Berufsverbände. Dazu noch ein persönlicher Tipp des Profis aus Krummesse: »Aus den Erfahrungen anderer lernen: Kenne ich jemanden, der das vor mir gemacht hat?«

750 Kilometer weiter südlich am Rande des Schwarzwaldes freut sich Freelancer Schmid, dass er im Zuge wechselnder Einsätze wieder mehr in der Weltgeschichte herumkommt. In seinen früheren Jobs war der Ingenieur viel im Ausland unterwegs gewesen; zuletzt klebte er allerdings mehr und mehr im Büro fest. Heute führt ihn wieder so manches Projekt über die Grenzen, auch wenn er sich den Auftrag dafür mitunter mühevoll erobern muss. »Man muss selber akquirieren, man muss selbst die Klinken putzen, und man schreibt selbst seine Rechnungen«, fasst er die Widrigkeiten seines Status’ zusammen.

Dafür entschädigt anderes. »Ich habe auf nichts verzichtet, ich kann meine Zeit frei einteilen, und ich kann über mich selbst bestimmen«, resümiert der Offenburger. »Das erste Projekt ist natürlich das Schwierigste, aber wenn man auf Dauer Erfolg hat, dann gibt das eine gewisse innere und äußere Sicherheit. Und eine permanente Bestätigung, die man im Angestelltenverhältnis nicht hat.« Man glaube gar nicht, wie oft man von den Kunden gesagt bekäme, wie froh die seien, den Projektleiter gefunden zu haben. »Wenn man den Firmen wirklich weiterhilft, dann geizen die auch nicht mit Lob«, lobt Schmid und erinnert sich kopfschüttelnd an graue Vorzeiten: »Beim Angestellten wird vieles für selbstverständlich gehalten.« Christine Demmer

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1. Ingenieure als Freelancer
2. Nicht jeder ist dafür geschaffen
3. »Allein auf frühere Kontakte darf man sich nicht verlassen«
4. Bausteine des Freelancer-Erfolgs
5. Besuchen Sie Existenzgründungsseminare

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