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Hardwareentwicklung soll so einfach werden wie die von Software

16. April 2020, 11:59 Uhr   |  Corinne Schindlbeck


Fortsetzung des Artikels von Teil 3 .

Der Einfluss von Corona

Wie lautet Ihre Vision für die nächsten Jahre?
Wir haben uns vorgenommen, die Kosten und Ressourcen, die es benötigt, um von der Produktidee bis zur marktreifen elektronischen Baugruppe zu kommen, zu reduzieren. Durch unser Elektronikentwicklung-Betriebssystem soll die Entwicklung von Hardware so schnell und einfach werden wie die von Software.

Sie beschäftigen im Moment 18 Mitarbeiter. Planen Sie weitere Einstellungen?
In den nächsten Monaten möchten wir vor allem unser Produktteam ausbauen, welches sich erst durch die Transformation weg vom Projektgeschäft ergeben hat. Hierzu suchen wir einen digitalen Produktdesigner oder -designerin, die iterativ aus Kundenbedürfnissen tolle Anwendungen formt. Des Weiteren steht eine Einstellung im Bereich des Front Ends, also der technischen Implementierung der Anwendung des Designers, an.

Wie bewerkstelligen Sie im Moment die Herausforderungen durch die Corona-Krise?
Auch uns hat die Corona-Krise nicht unberührt gelassen. Laufende Projekte mit großen DAX-Unternehmen wurden vorerst auf Eis gelegt und Neuunterzeichnungen verzögern sich. Da wir uns zukünftig aber ohnehin auf die Produktentwicklung konzentrieren wollen, können wir diesen Einschnitt gut wegstecken.

Als Team sind wir von Grund auf digital aufgestellt. Damit hat der Wechsel auf die Arbeit von zu Hause keiner großen Vorbereitungsmaßnahmen bedurft. Wir versuchen gerade, mit Video-Mittagessen und virtuellen Räumen, in die man sich einfach einwählen kann, das Teamgefühl hochzuhalten. So dramatisch wie die Situation gerade ist und wahrscheinlich in den nächsten Wochen noch werden wird, werden sich aber auch Chancen auftun. Alle Unternehmen, die sich bisher der Digitalisierung verschlossen haben, werden sich dieser annehmen müssen.

Viel Software läuft zum Beispiel in der EMS-Industrie noch „on-premise“, was in Zeiten von Heimarbeit erst der Einrichtung eines Fernzugangs bedarf – bei Cloud-basierten Lösungen stellen sich diese Fragen nicht. Videotelefonie wird zukünftig viele unnötige Reisen ersetzen können und stärker akzeptiert werden. Die Unternehmen werden die Lieferketten stärker verschlanken und die Produktionsstätten wieder näher an sich heranbringen. Ich denke, wenn wir in Deutschland in Digitalisierung und danach Automatisierung investieren, können wir auch in ein paar totgeglaubten Bereichen wieder wettbewerbsfähig werden.

(Fragen: Corinne Schindlbeck)

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1. Hardwareentwicklung soll so einfach werden wie die von Software
2. Mit Infineon hat Luminovo ein Projekt abgeschlossen
3. Der Flaschenhals Hardwareentwicklung
4. Der Einfluss von Corona

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