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Arbeitsmarkt Embedded Systems 

»Es ist sehr schwer, in Europa C++-Entwickler zu gewinnen«

19. Februar 2021, 13:25 Uhr   |  Corinne Schindlbeck


Fortsetzung des Artikels von Teil 2 .

'No limits' beim Stellenwechsel

Welches Studium bereitet vor? Berufseinsteiger im Bereich Embedded-Software-Systeme seien mit einem Studium der Elektro- und Informationstechnik am besten dran, rät Beraterkollege Thomas Hegger von Heger, Riemann & Partner, auch wenn Informatik unter Abiturienten aktuell ein wenig beliebter zu sein scheint. »Doch wer sich nicht nur für Software und Netzwerke, sondern für Technik und technische Systeme interessiert, sollte Elektrotechnik wählen«, erklärt er. 

Mittlerweile gibt es 19 Embedded-Studiengänge, in der Mehrzahl mit Master-Abschluss, darunter aber auch zwei Bachelor-Studiengänge. Wie reagiert die Industrie auf dieses Angebot, vor allem auf den Bachelor? Nicht nur die Industrie verliere langsam die Übersicht angesichts des Angebots an Master-Spezialisierungen, weiß Hegger. Von einem Embedded-Bachelor aber rät er ab. »Der Bachelor sollte die Grundlagen der Elektrotechnik vermitteln, die Spezialisierung dann mit dem Master erfolgen. So war es auch die Intention der Bologna-Reform.« Dann seien die Berufsaussichten »sehr gut«.

Berufserfahrene können sich mit einem berufsbegleitenden Master qualifizieren, etwa mit dem Weiterbildungsprogramm Intelligente Eingebettete Mikrosysteme (IEMS) an der Schnittstelle von Informatik, Mikrosystem- und Elektrotechnik an der Universität Freiburg. 

Was verdienen Berufseinsteiger sowie Berufserfahrene mit Embedded-Spezialisierung? Das Gehalt sei im Wesentlichen von drei Faktoren abhängig, erklärt Hegger: der Branche, der Unternehmensgröße und der Region. Bei den Absolventen liege die Spanne vor diesem Hintergrund bei ca. 45.000 bis 60.000 Euro, je nachdem, wie gut Qualifikation und Erfahrung des Kandidaten zu der ausgeschriebenen Position passten. Für Berufserfahrene gelte prinzipiell »No Limits«. 

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1. »Es ist sehr schwer, in Europa C++-Entwickler zu gewinnen«
2. Personalberater haben gut zu tun, Embedded-Spezialisten für ihre Kunden zu finden
3. 'No limits' beim Stellenwechsel

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