Innovationspreis der deutschen Wirtschaft: Vier Elektronikfirmen im Finale

Aus dem Bereich Elektronik haben sich vier Firmen für den Innovationspreis der deutschen Wirtschaft 2006 als Finalisten qualifiziert: Carl Zeiss SMT, Attocube Systems, EnOcean und Varta Microbattery.

Mit dem Projekt »Immersionsoptiken - Wasser revolutioniert die Chipfertigung« hat Carl Zeiss in der Kategorie »Großunternehmen« unter 244 Innovations-Einreichungen den Sprung in die Endrunde geschafft. Carl Zeiss SMT hat mit dem Objektiv »Starlith 1700i« eine Technologie entwickelt, die ein besonderes optisches Verfahren erstmals in einer groß- technischen Anwendung nutzt: Immersion. Ein Wasserfilm zwischen Objektiv und der Siliziumscheibe erlaubt es, eine numerische Apertur von größer als 1 zu erreichen und damit die Abbildungseigenschaften von Lithografiegeräten erheblich zu verbessern.

In der Kategorie »Start-up-Unternehmen« wurde die attocube systems AG in die Gruppe der Finalisten gewählt. Das Unternehmen hat sich auf die Entwicklung und Vermarktung von Stellmotoren und Mikroskopsystemen spezialisiert, die bei Tiefsttemperaturen, absolutem Vakuum und höchsten Magnetfeldern eingesetzt werden.

Neben attocube systems hat sich in der Kategorie Start-up-Unternehmen auch die in Oberhaching bei München ansässige EnOcean für die Finalistenrunde qualifiziert. EnOcean hat eine Technik entwickelt, mit deren Hilfe Funksensoren auf Batterien verzichten können und die damit eine Alternative zur herkömmlichen Gebäudeinstallation darstellen.

In der Kategorie Mittelstand hat es Varta Microbattery GmbH, Ellwangen, in den Kreis der Finalisten geschafft. In der über tausendmal wieder aufladbaren Batterie PoLiFlex hat Varta Microbattery innovative Nanomaterialien mit ultra-leichten Polymeren kombiniert, um niedriges Gewicht und kleines Volumen sowie eine lange Batterielebensdauer zu realisieren.

Für den diesjährigen Innovationspreis der deutschen Wirtschaft haben sich 250 Unternehmen in drei Kategorien beworben. Die Sieger kürt am 20. Januar der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Michael Glos, in der Frankfurter Oper. Die Preisverleihung findet im Rahmen einer »Gala Night« statt.